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Nachrichten 30 Buchen müssen gefällt werden
Region Barsinghausen Nachrichten 30 Buchen müssen gefällt werden
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00:19 15.02.2019
An der Schillerstraße in Barsinghausen werden rund 30 Buchen gefällt. Quelle: Gerko Naumann
Barsinghausen

„Achtung, Ast kommt“, ruft Andreas Piepenburg und seine Kollegen gehen vorsichtshalber einen großen Schritt zurück. Dann fällt das Holz – aus fast 30 Metern Höhe – mit einem dumpfen Geräusch sicher auf den Boden eines Waldstücks an der Schillerstraße. Piepenburgs Jobbezeichnung lautet Baumkletterer. Das bedeutet: Er schneidet per Hand und gut gesichert in der Höhe Ast für Ast von Bäumen ab, die anschließend gefällt werden sollen. In Barsinghausen sind das in dieser Woche rund 30 Buchen. Piepenburg und seine Kollegen eines Unternehmens für Baumpflege aus Emmerthal (Landkreis Hameln-Pyrmont) sind im Auftrag der Klosterforsten im Einsatz.

Bäume sind bis zu 200 Jahre alt

Die zu fällenden Buchen sind teilweise 200 Jahre alt und bis zu 35 Meter hoch, sagt Revierleiter Dieter Hille von den Klosterforsten, der die Arbeiten überwacht. Aber im Laufe der Jahrzehnte seien sie eben auch zu einer Gefahr für Wanderer, Autofahrer und benachbarte Gebäude geworden. Besonders deutlich wird das am Gelände der Sportschule des Niedersächsischen Fußballverbands (NFV) direkt am Waldrand, mit dem die Klosterforsten zusammenarbeiten. Einige der benachbarten Bäume haben sich im Laufe der Jahrzehnte bedrohlich in Richtung der Gebäude geneigt. „Vor etwa eineinhalb Jahren ist bereits ein Baum bei einer Sturmböe umgekippt“, erinnert sich Hiller. Glücklicherweise sei damals niemand verletzt und kein Eigentum beschädigt worden.

Deshalb wollten die Klosterforsten die Bäume eigentlich schon vor einem Jahr fällen lassen. „Aber das Orkantief Friederike hat uns damals einen Strich durch die Rechnung gemacht“, sagt Hiller. Damals seien in weiten Teilen Norddeutschlands Bäume durch den Sturm beschädigt und umgeknickt worden. Das Resultat: Alle Unternehmen, die sich auf das Fällen von Bäumen spezialisiert haben, waren monatelang restlos ausgebucht.

Mit dieser Rückemaschine werden die Bäume in die richtige Richtung gezogen. Quelle: Gerko Naumann

Waldweg bleibt vorerst gesperrt

Deren Job ist nicht ganz einfach, erklärt Hiller. „Die Leute müssen dafür sorgen, dass die Bäume beim Fallen nichts beschädigen.“ Deshalb kommt unter anderem eine schwere Rückemaschine zum Einsatz. Damit werden die Bäume beim Sägen in die Richtung gezogen – beziehungsweise gerückt, in die sie fallen sollen, sagt der Revierleiter. Das Holz wird anschließend für einige Tage auf einem Waldweg gelagert, der wird deshalb noch für einige Zeit gesperrt bleiben. Den Rohstoff verkaufen die Klosterforsten. „Je nach Qualität werden aus den Bäumen Brennholz oder Möbel gemacht“, sagt Hiller.

Mit diesem Plakat warnen die Klosterforsten Wanderer und erklären die Baumfällung. Quelle: Gerko Naumann

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Von Gerko Naumann

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