Barsinghausen: Kitas halten Kontakt zu den Kindern zu Hause
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Barsinghausen: Kitas halten Kontakt zu den Kindern zu Hause

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14:31 20.01.2021
Der Kindergarten Regenbogen an der Hans-Böckler-Straße bietet an einer Ausleihstation Bücher und Spiele an.
Der Kindergarten Regenbogen an der Hans-Böckler-Straße bietet an einer Ausleihstation Bücher und Spiele an. Quelle: Frank Hermann
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Barsinghausen

Trotz eingeschränkten Notbetriebs in der Corona-Krise halten die städtischen Kindergärten und Krippen den Kontakt zu den Jungen und Mädchen aufrecht, die von ihren Eltern zu Hause betreut werden. Kinderschutzfachkraft Martina Heißmeier hat gemeinsam mit den Kita-Leitungen und -Fachkräften verschiedene Möglichkeiten erarbeitet, um die Verbindungen zu den Kindern und deren Eltern nicht abreißen zu lassen – ohne dabei den Infektionsschutz außer Acht zu lassen.

Bücher und Spiele ausleihen

„Wir schreiben unter anderem Briefe, entwickeln Bastelideen und bringen diese Dinge dann zu den Familien nach Hause. Einige Kitas bieten außerdem eine Ausleihstation an“, erläutert Anette Wolf, Leiterin des Kindergartens Regenbogen an der Hans-Böckler-Straße. Die Ausleihstation mit Büchern und Spielen sei bereits beim ersten Corona-Lockdown im Frühjahr gut angenommen worden.

Ähnlich großer Beliebtheit erfreuten sich auch damals schon die Freizeittipps auf der Internetseite der Stadt Barsinghausen. Das große Interesse habe nicht nachgelassen, betont Fachberaterin Antje Baumgarten vom Kinderbetreuungsamt. Mittlerweile seien die Anleitungen für Spiele, Experimente und Basteleien mehr als 6000-mal von der Seite www.barsinghausen.de heruntergeladen worden. „Aus unserer Sicht ist das ein großer Erfolg“, sagt Baumgarten.

Das Team aus dem Kneipp-Kindergarten Max und Moritz in Landringhausen hat sich eine weitere Möglichkeit ausgedacht, um den Kontakt zu den Kindern so eng wie möglich zu halten: Erzieherinnen und sozialpädagogische Assistentinnen nehmen Vorlesegeschichten in einem Hörformat auf und stellen diese für die Kinder zur Verfügung. Mithilfe der Elternvertreter aus den verschiedenen Gruppen werden die Geschichten an die Mütter und Väter verschickt.

Herausforderung für Familien

„Wir haben inzwischen schon mehrere Rückmeldungen erhalten, dass sich die Kinder diese Geschichten anhören, während die Eltern im Homeoffice arbeiten“, berichtet Baumgarten. Die Kontaktangebote sollen dazu beitragen, Familie und Beruf in der schwierigen Corona-Situation besser in Einklang zu bringen. „Denn wir wissen, vor welchen Herausforderungen die Familien in dieser Zeit stehen“, betont Claudius Reich, Leiter des Kinderbetreuungsamtes.

Der Kontakt der Kitas zu den Kindern sei ein kleiner Baustein, damit sich Familien in den Zeiten der Notbetreuung nicht alleingelassen fühlen. Daher wolle das Kinderbetreuungsamt mit seinen Fachleuten weitere Ideen entwickeln, mit deren Hilfe sich die Jungen und Mädchen zu Hause beschäftigen können. Darüber hinaus seien auch die Tagespflegen in der Stadt Barsinghausen bestrebt, den Kontakt zu Kindern und Eltern über die Schließzeit hinweg aufrechtzuhalten.

Von Frank Hermann