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Nachrichten Jugendsportlerin des Jahres – die Kandidatinnen
Region Barsinghausen Nachrichten Jugendsportlerin des Jahres – die Kandidatinnen
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12:13 23.02.2020
d Quelle: Collage HAZ
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Barsinghausen

Fünf erfolgreiche Sportler sind für die Wahl zum Sportler des Jahres in Barsinghausen nominiert. Lernen Sie die Kandidaten kennen – und stimmen Sie hier ab!

Valerie Sörenhagen (Schießen)

Valerie Sörenhagen ist als Jugendsportlerin des Jahres nominiert. Quelle: privat

In große Fußstapfen zu treten, ist nicht so leicht. Ihrer Mutter Marlena Sörenhagen, eine der besten Freihandschützinnen im SV Nordgoltern, darf die kleine Valerie aufgrund einer neuen Regelung jedoch mit sechs Jahren bereits nacheifern. Für den Umgang mit dem Lichtpunktgewehr – Einstiegsalter sonst acht Jahre – bringt die Grundschülerin aus Egestorf die erforderlichen körperlichen Voraussetzungen und innere Ruhe mit, anstatt mit einer Kugel trifft sie mit einem kurzen Lichtimpuls ins Ziel. Wie präzise sie dabei ist, hat Valerie sogar schon bei der Landesmeisterschaft gezeigt, als sie als eine der ersten Teilnehmerinnen den Schießstand betrat und es bei rückwärts laufender Zeit im Auflageschießen aus zehn Metern auf 108,3 Ring brachte. Dieses Ergebnis habe ihre Tochter zwar im Training schon überbieten können, so Marlena Sörenhagen. „Aber in der jüngsten Altersklasse läuft es eben noch nicht immer so konstant“, sagt sie. „Wir sind froh, dass sie es dennoch in die Medaillenränge geschafft hat.“ Beim Wettbewerb in Hannover waren nur zwei Schützinnen aus Niedersachsen besser, Valerie freute sich über Bronze.

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Lena Bothe (Schießen)

Lena Bothe ist als Jugendsportlerin des Jahres nominiert. Quelle: privat

Malen und Basteln, Hip-Hop und Turnen – Lena Bothe hat viele Vorlieben. Seitdem sich die achtjährige Egestorferin auf einem Aktionsstand bei der Kinder- und Jugendmesse „Children in Barsinghausen“ zusammen mit ihrem Bruder Nico im Lichtschießen versucht hat, ist noch ein Hobby hinzugekommen. „Das steht bei ihr ziemlich weit oben in der Liste“, weiß Mutter Nina Bothe, die kein Geheimnis daraus macht, zunächst selbst ein wenig skeptisch gewesen zu sein, ob sich ihre Tochter für den passenden Sport interessieren würde. Bis sie sich darüber näher informiert hatte. „Es fördert die Konzentration und trägt zu einer guten Körperspannung bei“, sagt Nina Bothe. Im Schützenhaus des SV Nordgoltern am Ohweg geht Lena nun einmal in der Woche zum Training mit dem Lichtpunktgewehr. „Sie hatte schon gebetet, endlich das Alter zu erreichen, ab dem sie mitmachen darf“, verrät ihre Mutter. Ob dieses Pensum ausreichend ist, um mit gleichaltrigen Mädchen in Niedersachsen mithalten zu können? Ist es, Lena belegte bei der Landesmeisterschaft den 7. Platz, „darüber freue ich mich total“, sagt Nina Bothe.

Alessia Krampen (Schwimmen)

Alessia Krampen ist als Jugendsportlerin des Jahres nominiert. Quelle: privat

Kaum zu glauben, dass Alessia Krampen ganz zum Anfang das Wasser mied. „Wenn ich mich recht erinnere, wollte sie beim ersten Schwimmkurs nur zugucken. Alessia fand es gar nicht lustig“, blickt ihre Trainerin Yvonne Schmidt zurück. Mit fünf Jahren machte die Winninghäuserin dann allerdings ihr Seepferdchen – und nun gehört sie bei der Startgemeinschaft Schwimmen Barsinghausen zu den größten Talenten. Als mehrfache Bezirksmeisterin ließ sich die Zehnjährige auch bei den Landesmeisterschaften mit vielen Medaillen schmücken: Gold im Frühjahr auf der Langbahn über 50 Meter Freistil und Rücken, Gold im Herbst auf der Kurzbahn über 50 und 100 Meter Rücken, dazu noch viermal Silber und einmal Bronze. „Alessia lässt heute selten etwas aus“, sagt Schmidt und lobt sie für ihren Trainingsfleiß, den sie in Barsinghausen immer wieder an den Tag lege. Mit ein bisschen Anlaufzeit wie damals zeigt Alessia diesen vielleicht auch noch an anderer Stelle. Im Talentnest am Stützpunkt Hannover hat sich die junge Schwimmerin nämlich für das Landeskadertraining qualifiziert. Doch wie Schmidt von Alessia erfuhr, sei das Wasser im Becken des Sportleistungszentrums ein wenig kalt.

Lilly Budde (Schwimmen)

Lilly Budde ist als Jugendsportlerin des Jahres nominiert. Quelle: privat

Sie war gerade vom SV Gehrden zur SGS Barsinghausen gekommen, als Lilly Budde ausloten wollte, welche Stärken sonst noch in ihr schlummern. Von der jungen Bredenbeckerin sagt man, sie sei eine Kämpfernatur und nehme beim Schwimmen die eine oder andere Überstunde gern in Kauf, weshalb sie also die Idee, sich im Olympischen Trainingszentrum Kienbaum einem 3000-Meter-Kraul-Test zu unterziehen, bereitwillig umsetzte. „Eigentlich ist Lilly eine Sprinterin“, sagt SGS-Trainer Dennis Yaghobi. Aber den Test auf der Langdistanz habe sie, obwohl unterwegs Brille und Badekappe verloren gingen, voll durchgezogen. „Als sie fertig war, meinte Lilly: ,Das kann man auch noch einmal machen'“, sagt Yaghobi. Auf den kürzeren Strecken hat die Schwimmerin des Jahrgangs 2005 mit ihrer „sauberen Technik“ ihr Leistungspotenzial schon mehrfach in Erfolge umgemünzt. 2019 zahlte sich das intensive Training bei der Bezirksmeisterschaft aus: In 29,79 Sekunden schwamm Lilly in ihrer Altersklasse zum Titel über 50 Meter Freistil. Nach 50 Meter Schmetterling und 100 Meter Freistil stieg sie außerdem jeweils als Zweitschnellste aus dem Becken.

Inga Klöber (Schwimmen)

Inga Klöber ist als Jugendsportlerin des Jahres nominiert. Quelle: Frank Hermann

Abfallbehälter bunt anzumalen und auf diese Weise mehr Farbe in die Barsinghäuser Innenstadt zu bringen, wie sie es vor etwas mehr als einem Jahr getan hat – das passe genau zu ihrem ansteckenden fröhlichen Gemüt, sagt Trainer Dennis Yaghobi über Inga Klöber. Auch ins Schwimmbad bringe seine 16-jährige Athletin von der SGS stets gute Laune mit. „Inga gibt nicht nur unseren jüngeren Mädels immer wieder wertvolle Tipps. Daran, die eigene Leistung zu verbessern, hat sie genauso viel Spaß.“ Bei einem längeren Schüleraustausch in Schottland übte sich die Barsinghäuserin noch regelmäßig im Kraulschwimmen, daheim aber ragt sie insbesondere als Brustschwimmerin heraus. „Inga ist dabei, an ihrer Technik noch weiter zu feilen. Oft geht es bei ihr über den Willen“, sagt Yaghobi. „Wenn andere nachlassen, macht Inga noch weiter. Bei ihren Wettkämpfen denke ich dann immer: Wow!“ Dass ihr Jahrgang zu den stärkeren gezählt wird, hindert sie daher nicht daran, Bezirksmeisterin zu werden: 2019 siegte Inga in ihrer Altersklasse über 200 Meter Brust in 3:18,68 Minuten. Auf der 100-Meter-Strecke war sie außerdem die Drittbeste.

Alle Artikel zur Sportlerwahl Barsinghausen finden Sie hier.

Von Dirk Hermann