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Region Barsinghausen Nachrichten Großer Andrang beim Eröffnungstag des Reparaturcafés
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17:58 23.02.2020
Zu dritt gehen die Reparateure Friedel Castenow (von rechts), Dieter Lindhorst und Heiner Kilian auf Fehlersuche im Innenleben des Kassettendecks von Carola Sermond. Quelle: Frank Hermann
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Barsinghausen

Starker Auftakt für das neue Reparaturcafé unter der Regie des Seniorenrats Barsinghausen: Beim Eröffnungstag am Sonnabend im Seniorentreff Am Buchhorn herrschte großer Andrang. Für die zwölf ehrenamtlichen Reparateure gab es reichlich Arbeit, viele defekte Elektrogeräte aus Privathaushalten sollten wieder funktionstüchtig gemacht werden. Mitglieder des Seniorenrats sprachen von einem großen Erfolg.

Nach dem Vorbild vergleichbarer Reparaturcafés, zum Beispiel in den Nachbarstädten Ronnenberg und Gehrden, will der Barsinghäuser Seniorenrat das soziale Angebot nun auch in der Deisterstadt etablieren. Schon vor der Eröffnung standen die ersten Kunden vor der Tür und warteten auf Einlass. Drinnen im Seniorentreff bereiteten sich zwölf ehrenamtliche Reparateure an langen Tischreihen auf ihren Einsatz mit Schraubendreher, Zange, Lötkolben und weiteren Handwerksgeräten vor.

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Der 16-jährige Technikschüler Max Freytag aus Hohenbostel macht sich an die Reparatur eines rund 30 Jahre alten Keyboards. Quelle: Frank Hermann

30 Jahre altes Kassettendeck

Als eine der ersten Kundinnen kam Carola Sermond mit einem rund 30 Jahre alten Kassettendeck in die Freiwilligenwerkstatt – in der Hoffnung, das defekte Gerät wieder funktionstüchtig mit nach Hause nehmen zu können. Reparateur Dieter Lindhorst aus der Wennigser Mark begutachtete gemeinsam mit seinen Kollegen Friedel Castenow und Heiner Kilian das technische Innenleben des Abspielgerätes – und zog eine alte Musikkassette heraus.

Weil das Gummimaterial für die Antriebsriemen im Lauf der Jahre zerbröselt war, stand das Kassettendeck seit langer Zeit still. „Für eine Reparatur benötigen wir Ersatzteile. Ich will versuchen, brauchbare Riemen von einem ehemaligen Kollegen zu bekommen, der früher ein Fernsehfachgeschäft hatte“, erläuterte Dieter Lindhorst, selbst ein gelernter Heizungsbauer.

Die ehrenamtlichen Reparateure haben am ersten Tag des neuen Reparaturcafés gutzutun. Quelle: Frank Hermann

Dinge wieder nutzbar machen

Für Carola Sermond bleibt die Hoffnung, ihre früher selbst aufgenommenen Musikkassetten demnächst wieder auf dem alten Gerät abspielen zu können. „Das Reparaturcafé ist eine Superidee. Manchmal hakt es ja nur an Kleinigkeiten, um defekte Dinge wieder nutzbar machen zu können. Dann werden auch nicht so viele Sachen ruckzuck weggeschmissen“, sagte die Barsinghäuserin.

Ruheständler Dieter Lindhorst will sich künftig regelmäßig als ehrenamtlicher Reparateur im neuen Café engagieren. „In meiner Freizeit bin ich immer am Basteln, zum Beispiel an meiner Modellbahn. Als ich von der Idee eines Reparaturcafés gehört habe, stand für mich schnell fest: Das ist genau das Richtige für mich“, sagte der Handwerker.

Achim Bellmann-Oberlein (links), der sich auch bei den Reparaturcafés in Empelde und Gherden engagiert, schraubt ein defektes Küchengerät auf. Quelle: Frank Hermann

16-Jähriger bietet Hilfe an

Zu den freiwilligen Helfern im neuen Reparaturcafé gehören auch der ehemalige Siemens- und IBM-Techniker Castenow aus Barsinghausen sowie der 16-jährige Technikschüler Max Freytag aus Hohenbostel. Beide wollen ihre handwerklichen und technischen Fähigkeiten einsetzen, um anderen Menschen eine Hilfe zu sein. „Außerdem habe ich hier die Gelegenheit, Fachleuten mit jahrelanger Berufserfahrung bei der praktischen Arbeit zuschauen zu können. Das wird bestimmt sehr interessant“, sagte der 16-Jährige, der sich nach einem Aufruf des Seniorenrats für die Mitarbeit im Reparaturcafé gemeldet hatte.

Überaus zufrieden reagierten die Initiatoren des neuen Reparaturcafés auf den großen Zuspruch am Eröffnungstag. Seniorenratsmitglied Friedrich Prasse zeigte sich „sehr erstaunt, wie viele Reparateure sich für eine Mitarbeit gemeldet haben“ – und wie viele Kunden gleich am ersten Tag den neuen Service zur Reparatur von defekten Haushalts- und Elektrogeräten nutzten.

Monatliches Angebot

„Damit haben wir voll ins Schwarze getroffen“, betonte auch Dietmar Redlich als Sprecher des Seniorenrats. Künftig soll das Reparaturcafé einmal im Monat öffnen – das nächste Mal am Sonnabend, 28. März, von 14 bis 17 Uhr im Seniorentreff Am Buchhorn. Der Service ist kostenlos, Spenden sind willkommen.

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Von Frank Hermann

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