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Nachrichten Geldbörse verloren: Senior dankt ehrlichen Findern mit Deutschunterricht
Region Barsinghausen Nachrichten Geldbörse verloren: Senior dankt ehrlichen Findern mit Deutschunterricht
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16:00 07.05.2019
Ein Egestorfer hatte seine Geldbörse verloren. Quelle: dpa (Symbolbild)
Egestorf

Was für ein Glück! Heiner Eder hatte sein Portemonnaie mit vielen Hundert Euro darin verloren. Doch dank eines ehrlichen Finders erhielt der Senior aus Egestorf seine Geldbörse samt Inhalt bereits am nächsten Tag zurück. Eder will sich nun auf besondere Weise bei dem Flüchtling kurdischer Abstammung bedanken.

Er sei mit seinem Fahrrad auf der Stoppstraße auf dem zu einem Supermarkt unterwegs gewesen, erzählt der Senior aus Egestorf. Sein Portemonnaie trug er in der Gesäßtasche – gefüllt mit 600 Euro, die er gerade bei der Bank abgehoben hatte. Im Supermarkt bemerkte Eder dann den Verlust. „Es muss mir bei der Fahrt aus der Tasche gerutscht sein –wahrscheinlich, weil es so prall gefüllt war“, scherzt der Egestorfer. Zu Scherzen aufgelegt war Eder anschließend allerdings nicht. Obwohl er alle Geschäfte, die auf seinem Weg lagen, abklapperte, blieb seine Geldbörse verschwunden. „Ich bin dann zur Polizei, um den Verlust zu melden“, berichtet Eder. Im Polizeirevier sei ihm jedoch gesagt worden, dass er zunächst vier Tage warten müsse, ob das Portemonnaie wieder auftauche. Erst dann könne er eine Anzeige erstatten. „Mir wurde geraten, im Fundbüro der Stadt nachzufragen“, erinnert sich Eder.

Finder gibt Geldbörse bei der Polizei ab

Hätte Eder den Anruf der Polizei am nächsten Morgen um 5.53 Uhr angenommen, hätte er sich den Weg ins Rathaus II sparen können. In der Zwischenzeit hatte nämlich ein Mann aus Magdeburg, der bei seiner kurdischen Verwandtschaft aus Egestorf zu Besuch war, den Fund des Portemonnaies gemeldet und dieses bei der Polizei abgegeben. „Ich war so erleichtert, die Geldbörse samt Inhalt wiederbekommen zu haben. Es fehlte nicht ein Cent“, ist Eder begeistert von der Ehrlichkeit des Finders. Der vierköpfigen Flüchtlingsfamilie den Finderlohn auszuhändigen, stellte sich laut Eder als mittelgroßes Problem heraus. „Ich musste ihnen das Geld geradezu aufdrängen. Für sie sei es selbstverständlich, Gefundenes zurückzugeben“, erinnert sich Eder an den Besuch bei der Familie.

Der Senior verstand sich auf Anhieb so gut mit der Familie, dass er der Frau, die in ihrer Heimat Lehrerin war, versprach, ihr beim Erlernen der deutschen Sprache behilflich zu sein.

Von Mirko Haendel

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