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Region Barsinghausen Nachrichten Feuerwehr gibt Tipps, um Flächenbrände zu verhindern
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15:12 05.07.2019
Anfang der Woche hatte an der Spielburg hat ein Stück Rasen gebrannt. Quelle: Feuerwehr
Barsinghausen

Die anhaltende Hitze und Trockenheit hat der Feuerwehr im gesamten Stadtgebiet in den vergangenen zwei Wochen zahlreiche Einsätze beschert. Innerhalb von vierzehn Tagen mussten die Einsatzkräfte mindestens zwölfmal zu Flächenbränden ausrücken. Vor allem am Montag und Dienstag, 1. und 2. Juli, hatte es zahlreiche Einsätze wegen Bränden am Straßenrand gegeben.

„Das ist sicherlich sehr ungewöhnlich, scheint aber nicht nur das Stadtgebiet Barsinghausen getroffen zu haben“, sagt Feuerwehr-Sprecher Henk Bison. Ein Grund: Zur Zeit verlieren die Straßenbäume ihre Blüten. „Das sind die bräunlichen Stellen am Straßenrand und die brennen leider sehr gut“, sagt er.

Zigaretten sind häufig die Brandursache

Doch wie entstehen die vielen Brände? „Grundlegend gehen wir davon aus, dass die Brände durch weggeworfene Zigarettenreste entstanden sind“, sagt Bison. Zudem seien Selbstentzündung, Blitzschlag, alte Munitionsreste, ein technischer Defekt an einer landwirtschaftlichen Maschine mögliche Gründe – oder aber Brandstiftung.

Wie können die Flächenbrände verhindert werden?

Wie können Brände verhindert werden? Laut dem niedersächsischen Gesetz über den Wald und die Landschaftsordnung ist es vom 1. März bis zum 31. Oktober verboten, in Wald, Moor und Heide Feuer anzuzünden oder zu rauchen. Auch grillen darf man nur auf Grillplätzen. Zudem dürfen brennende oder glimmende Gegenstände nicht weggeworfen werden. Denn schon ein einzelner Funke kann verheerende Schäden verursachen.

Die Feuerwehr rät zudem: „Lassen Sie niemals Fahrzeuge mit heißen Abgasanlagen auf trockenen Feldern oder Wiesen stehen. Es besteht die Gefahr, dass sich die Vegetation daran entzündet.“

Auch Autofahrer können Brände verhindern, indem sie keine Zigarettenreste aus dem Auto werfen, sagt Bison und ergänzt: Gleiches gelte auch für Fußgänger. „Selbst wenn man mit dem Fuß drauf tritt, heißt das nicht, dass die Zigaretten komplett aus sind“, sagt er.

Er rät auch davon ab, Unkraut mit einem Gasbrenner zu beseitigen. „Gerade Lebensbäume geraten dabei sehr schnell in Brand – und dieser kann sich sehr schnell ausbreiten“, sagt Bison. Beim und nach dem Grillen sollte jeder darauf achten, dass keine Funken wegfliegen. Auch dürfen Kohlereste und heiße Asche nicht einfach weggekippt werden. Unter anderem war wegen solcher Unachtsamkeiten am Sonnabend, 29. Juni, ein Feuer in Hohenbostel auf dem Grillplatz ausgebrochen.

Brand über Notruf melden

Was sollte man tun, wenn man einen Flächenbrand entdeckt? „Sofort über den Notruf 112 melden, mit möglichst genauer Ortsangabe“, sagt Bison. Als Hilfe werden in Smartphones zum Beispiel die Koordinaten angezeigt, wenn man sich im Wald oder Feld außerhalb von Ortschaften befindet. „Feuerwehr- und Rettungsleitstellen können darüber eine Standortsuche machen.“

Ein guter Orientierungspunkt seien auch die Notfalltreffpunkte, die an Zuwegungen zu Waldgebieten zu finden sind. Sie sind mit einer Nummer versehen. „Wählt man den Notruf, kann die Leitstelle mit dieser Nummer den genauen Standort finden.“ Bison betont, dass es wichtig sei, nach Absetzen eines Notrufes telefonisch erreichbar zu bleiben.

„Sofern man sich nicht selber in Gefahr bringt, kann man natürlich auch selber erste Löschversuche unternehmen. Wenn kein Feuerlöscher oder Gartenschlauch in der Nähe ist, reicht eventuell auch ein Eimer oder gar eine Flasche Wasser aus“, sagt Bison. Austreten sei auch eine Möglichkeit – sofern man sich nicht selbst gefährdet.

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Von Lisa Malecha

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