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Nachrichten Bürgermeisterwahl: Die SPD ist bei der Kandidatensuche am weitesten
Region Barsinghausen Nachrichten Bürgermeisterwahl: Die SPD ist bei der Kandidatensuche am weitesten
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15:13 08.11.2019
Barsinghausens Bürgermeister Marc Lahmann steht voraussichtlich im September 2020 zur Wiederwahl. Seine endgültige Entscheidung für eine erneute Kandidatur steht noch aus. Quelle: Florian Petrow (Archiv)
Barsinghausen

Die Barsinghäuser Bürger müssen im Herbst 2020 über ihr künftiges Stadtoberhaupt entscheiden. Die achtjährige Amtszeit von Bürgermeister Marc Lahmann geht im Januar 2021 zu Ende. Laut Kommunalverfassungsgesetz muss innerhalb eines halben Jahres vor Amtszeitende das neue Stadtoberhaupt gewählt werden. Über den Wahltermin muss der Rat entscheiden. Die Stadtverwaltung schlägt den 27. September 2020 als Termin vor, eine eventuell notwendige Stichwahl könnte dann am 11. Oktober stattfinden.

Amtsinhaber Marc Lahmann begründet den relativ frühen Termin damit, dass das gewählte künftige Stadtoberhaupt gegebenenfalls die Chance haben müsse, eine bisherige Beschäftigung mit entsprechender Frist zu kündigen. Lahmann hat noch nicht endgültig entschieden, ob er erneut antreten wird, wie er sagt. „Ich gehe aber davon aus.“ Ohnehin müsse seine Partei, die CDU, ihn nominieren.

SPD: Vorentscheidung ist gefallen

Die Barsinghäuser Sozialdemokraten haben die vergangenen Monate zur Kandidatensuche genutzt, seitdem der grobe Zeitrahmen der nächsten Bürgermeisterwahl feststeht. Eine Vorentscheidung ist nach den Worten des Ortsvereinsvorsitzenden Reinhard Dobelmann bereits gefallen: „Wir haben eine Person im Auge, die das machen soll“, sagt der Parteichef. Entsprechende Gespräche seien geführt worden. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir eine Zusage bekommen.“ Nähere Informationen will die SPD noch nicht geben. Auch die Frage, ob der oder die Kandidatin aus dem Stadtgebiet oder von auswärts stammt, lässt der Parteichef derzeit unbeantwortet.

Die SPD werde die Person Anfang nächsten Jahres vorstellen, kündigt Dobelmann an. Formal werde eine SPD-Mitgliederversammlung über die Kandidatur beschließen. „Das ist ein demokratischer Vorgang.“ Trotz des gegenwärtigen politischen Gegenwindes für die SPD ist der Barsinghäuser Ortsverein guten Mutes. „Ich glaube, dass der amtierende Bürgermeister abgelöst wird, weil er es verdient hat“, sagt Dobelmann. Die politische Großwetterlage könne sich bis zum Herbst nächsten Jahres noch erheblich ändern. „Ob die Grünen dann noch ihren Höhenflug haben, ist gar nicht klar“, sagt der Ortsvereinsvorsitzende. Dobelmann rechnet damit, dass möglicherweise eine größere Zahl von Personen Bürgermeisterin oder Bürgermeister werden will und sich zur Wahl stellen wird. „Das Feld kann bunt werden“, sagt er.

Grüne lassen sich noch Zeit

Die Barsinghäuser Grünen sind noch nicht so weit mit ihren Planungen zur Kandidatur. „Es gibt noch nichts zu berichten, das ist viel zu früh“, sagt die Ortsverbandsvorsitzende der Grünen, Sabine Freitag. Eine Einzelperson zu finden und zu benennen, sei nicht so komplex wie die Vorbereitung einer Kommunalwahl. Nach Freitags Worten wollen sich die Grünen Zeit bis zum Frühjahr nächsten Jahres für eine Entscheidung lassen.

Auch die Gremien der Barsinghäuser CDU haben sich noch nicht mit dem Thema Bürgermeisterwahl beschäftigt, wie Stadtverbandsvorsitzender Michael Kowalski berichtet. Ende November werde der Stadtverbandsvorstand erstmals darüber beraten, sagt der Parteichef. Mit Bürgermeister Marc Lahmann habe es bisher noch kein Gespräch zu dem Thema gegeben. Persönlich gehe er davon aus, dass die CDU Amtsinhaber Marc Lahmann erneut nominieren werde, betont Kowalski. Auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Professor Roland Zieseniß rechnet fest damit, dass Lahmann für eine weitere Amtszeit zur Verfügung stehen werde. „Der Amtsinhaber ist natürlich erster Ansprechpartner“, betont Zieseniß.

Über den Termin der Bürgermeisterwahl soll in der nächsten Woche zunächst der Verwaltungsausschuss beraten, ehe der Rat in seiner Sitzung am 14. November die endgültige Entscheidung trifft. SPD und Grüne könnten sich auch einen späteren Wahltermin vorstellen. „Der 1. November wäre aus unserer Sicht passender“, sagt SPD-Chef Dobelmann und verweist darauf, dass der von der Verwaltung vorgeschlagene Stichwahltermin am 11. Oktober auf den Beginn der Herbstferien falle.

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Von Andreas Kannegießer

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