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Region Barsinghausen Nachrichten Brückenfest: Zwei Dörfer feiern ihre neue Verbindung
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18:04 20.10.2019
Beim ersten Brückenfest feiern die Bewohner aus beiden Dörfern ihren neuen Treffpunkt mit Rastplatz, Sitzecke und Holzhütte. Quelle: Ingo Rodriguez
Groß Munzel/Landringhausen

Eine ganz neue Verbindung – einerseits für die beiden Dorfgemeinschaften, andererseits aber auch für Spaziergänger und Ausflügler in der Feldmark: Zahlreiche Bewohner aus Groß Munzel und Landringhausen haben am Sonntag beim ersten Brückenfest ihren neuen Gemeinschaftstreffpunkt und den Beginn eines stärkeren Zusammenhalts zwischen den Nachbardörfern gefeiert. Ende August war die Anlage mit neuer Holzbrücke, Aussichtskanzel, Rasthütte, Gedenkstein und Insektenhotel zwar schon mit Vertretern der Stadt Barsinghausen offiziell in Betrieb genommen worden. „Wir wollten aber auch noch einmal ein kleines Fest feiern“, sagte Landwirt Arnd von Hugo aus Groß Munzel.

Zahlreiche Dorfbewohner aus Groß Munzel und Landringhausen haben am Sonntag beim ersten Brückenfest ihren neuen Gemeinschaftstreffpunkt an der Südaue gefeiert.

Der Mitinitiator des Gemeinschaftsprojekts beider Orte blickte beim ersten Brückenfest noch einmal kurz zurück. Erste Ideen für eine damals nicht vorhandene Wegeverbindung zwischen Groß Munzel und Landringhausen habe es schon seit 2005 gegeben. „Mit dem Angebot der Stadt, dort eine neue Brücke zu bauen, hat die Idee dann seit 2015 extrem an Fahrt aufgenommen“, sagte von Hugo. Im vergangenen Jahr war eine neue hölzerne Brücke über die Südaue montiert worden. Sie ersetzt ein altes, wenige Meter entferntes Betonbauwerk, das zuletzt so marode war, dass es gesperrt werden musste.

Das Widerlager der alten Brücke wurde genutzt, um über dem Ufer der Südaue eine kleine Aussichtskanzel mit Geländer zu montieren. Die neue Wegeverbindung schließt auch die letzte Lücke für die durchgehende Radwegeverbindung zwischen dem Deister und dem Steinhuder Meer. Zum Abschluss war noch eine massive Rasthütte mit Tischen und Bänken aufgebaut worden. Von Hugo hatte die Fläche als Eigentümer zur Verfügung gestellt.

Vereine pflanzen Obstbäume

Der Landwirt wollte beim Fest auch vorausblicken. „Der Strukturwandel im ländlichen Raum macht es erforderlich, dass Ortschaften mehr zusammenarbeiten sollen, bevor sie ausbluten“, sagte von Hugo. Das Gemeinschaftsprojekt habe bei zahlreichen Arbeitseinsätzen und der ehrenamtlichen Organisation gezeigt, dass der Wille und das Engagement da seien, künftig viel enger zusammenzurücken. Ein dickes Ausrufezeichen setzten hinter diese Worte Vertreter aus sieben Vereinen, Einrichtungen, Initiativen und Organisationen beider Dörfer. Beim Brückenfest pflanzten sie entlang des Weges vom Rastplatz zur neuen Brücke sieben jeweils gespendete Obstbäume ein. „Es wächst und es entsteht etwas“, sagte von Hugo nach der Aktion.

Berthold von Hugo (links) pflanzt mit Vertreten aus Vereinen und Einrichtungen beider Dörfer eine Obstbaumallee entlang des Weges zur neuen Brücke. Quelle: Ingo Rodriguez

Dass kurz darauf Nieselregen einsetzte, konnte die Stimmung nicht trüben. „Gestern wollten wir das Fest wegen der schlechten Vorhersage ganz absagen, aber dann haben wir einfach zwei Zelte aufgebaut“, sagte von Hugo. Insgesamt seien über den Tag verteilt rund 300 Besucher da gewesen, sagte er kurz vor dem Ende des Festes mit Livemusik, kulinarischen Leckereien und einer kurzen Andacht. Günther Hartmann von der Seniorenhelfergruppe Plattfüße Landringhausen beschwor ebenfalls einen neuen Zusammenhalt zwischen den Dörfern. „Die alte Rivalität ist jetzt Vergangenheit“, meinte er.

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Von Ingo Rodriguez

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