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Nachrichten Barsinghausen läuft: Seit zehn Jahren ein Renner
Region Barsinghausen Nachrichten Barsinghausen läuft: Seit zehn Jahren ein Renner
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20:14 07.09.2019
Los geht's: Die Kinder beim Start des Schülerlaufs. Quelle: Frank Hermann
Barsinghausen

Barsinghausen läuft – und läuft, und läuft, und läuft: Zehn Jahre nach seiner Premiere von 2009 hat der beliebte Volkslauf seine Anziehungskraft für Leistungs- und für Breitensportler nicht verloren. Nahezu 380 Jugendliche und Erwachsene gingen am Sonnabend bei der 11. Ausgabe von „Barsinghausen läuft“ auf die Walking- und die Laufstrecken. Außerdem absolvierten rund 60 Jungen und Mädchen einen Kinderlauf über 1000 Meter. Der finanzielle Erlös dieser Benefiz-Veranstaltung geht zu gleichen Teilen an den Ambulanten Hospizdienst Aufgefangen sowie an die Clinic-Clowns aus Hannover.

Erlös der Charity-Laufveranstaltung für Hospizdienst Aufgefangen und für die Clinic-Clowns

Organisator Marc Wilke entwickelte vor zehn Jahren die Idee zu diesem Volkslauf im Dienst einer guten Sache. „Ich finde es wichtig, in und für Barsinghausen etwas Gutes zu tun“, erläuterte Wilke sein sportliches und soziales Engagement im Zusammenspiel mit etwa 60 ehrenamtlichen Helfern, die sich jedes Jahr an diesem Projekt beteiligen. Bislang hat „Barsinghausen läuft“ von 2009 bis 2018 einen Spendenerlös von mehr als 32500 Euro für den Hospizdienst und die Clinic-Clowns erbracht.

Mehrweg statt Plastik

„Das motiviert natürlich, solch eine Veranstaltung mit großem Aufwand vorzubereiten und durchzuführen“, sagte Wilke. Für die 11. Ausgabe gab es zudem eine große Neuerung: Zum ersten Mal stand „Barsinghausen läuft“ unter einem nachhaltig-ökologischen Ansatz. Die Veranstalter setzten zum Beispiel Mehrwegflaschen anstelle von Plastikbechern ein, reduzierten den Einsatz von Werbemitteln und Absperrband, verbannten Bratwurst auf Papptellern und servierten stattdessen im Bio-Catering regionale und vegetarische Produkte.

Aus eigener Überzeugung und als Anreiz zu ökologischem Handeln habe er diesen nachhaltigen Ansatz eingeführt, betonte Wilke. Dazu zähle auch der erstmalige Verzicht auf Startnummern und auf eine Zeitmessung: „Wir wollen entschleunigen. Es geht nicht immer nur ums schneller, höher, weiter.“

Rund 320 Voranmeldungen

Zwar seien aus diesem Grund wohl einige sportlich ambitionierte Läufer am Sonnabend weggeblieben. Aber dafür seien laut Wilke andere Sportler zum ersten Mal dabei, die ohne den Druck der Zeitmessung mitmachen wollen. Immerhin 320 Voranmeldungen seien ein guter Wert, am Sonnabend kamen dann noch etwa 60 Nachmeldungen hinzu.

Außer vielen Einzelstartern beteiligten sich erneut mehrere Betriebs-, Schul- und Vereinsmannschaften sowie große Laufgruppen der Feuerwehr Hohenbostel und der evangelischen Marien-Kirchengemeinde. „Unser Team geht mit 18 Läufern an den Start, darunter auch drei junge Vorkonfirmanden“, erklärte Pastorin Uta Junginger. Seit dem Beginn von „Barsinghausen läuft“ vor zehn Jahren beteiligt sich die Kirchengemeinde mit einer eigenen Gruppe, koordiniert von Heike Jünemann. „Uns geht es nicht um sportlichen Ehrgeiz, sondern wir wollen zeigen: Die Kirche ist dabei“, betonte die Pastorin.

Die Feuerwehr läuft mit

Ebenfalls schon seit 2009 gehört die Laufgruppe der Feuerwehr Hohenbostel zu den regelmäßigen Teilnehmern. „Wir halten uns im Lauftraining fit für Ernstfälle und für Einsätze mit Atemschutzgeräten“, sagte Christian Klavehn als Leiter der Löschzug-Laufgruppe aus Hohenbostel. Die Feuerwehr beteilige sich an mehreren Laufveranstaltungen in und um Hannover – aber „Barsinghausen läuft“ sei für die Hohenbosteler das wichtigste Event im sportlichen Jahreskalender.

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Von Frank Hermann

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