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Nachrichten Bantorf: Zusteller müssen immer mehr Pakete ausliefern
Region Barsinghausen Nachrichten Bantorf: Zusteller müssen immer mehr Pakete ausliefern
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17:09 12.09.2019
Post-Mitarbeiter sortieren im Verteilzentrum die Brief- und Zeitungssendungen für die 26 Zustellbezirke im Stadtgebiet Quelle: Frank Hermann
Bantorf

Fast drei Jahre ist es nun her, dass die Deutsche Post ihren alten Zustellstützpunkt in der Barsinghäuser Innenstadt aufgegeben und ein neues Verteilzentrum im Bantorfer Gewerbegebiet an der Autobahn in Betrieb genommen hat. Weil die Zusteller immer mehr Pakete an die Haushalte in der Deisterstadt ausliefern müssen, bezog das Logistikunternehmen im November 2016 einen Neubau mit mehr Platz und besseren Arbeitsbedingungen. Zuletzt hat die Post ihren Fuhrpark in Bantorf auf elektrische Streetscooter-Fahrzeuge umgestellt.

Umzug vor rund drei Jahren in das neue Verteilzentrum im Bantorfer Gewerbegebiet hat sich bewährt

Der Trend zu mehr Paketsendungen wegen des wachsenden Internet-Versandhandels macht sich auch im Bantorfer Verteilzentrum immer wieder deutlich bemerkbar: „Bei den Paketen haben wir jedes Jahr zweistellige Steigerungsraten, während die Zahlen bei den Briefen stetig sinken“, sagte der stellvertretende Betriebsleiter Heiko Ziegert am Donnerstag bei einem Besuch von Bürgermeister Marc Lahmann in Bantorf.

Nahezu 11.000 Pakete pro Woche

Derzeit durchlaufen pro Woche bis zu 102.000 Briefe sowie nahezu 11.000 Pakete den Zustellstützpunkt. „Jede Postsendung, die für einen Haushalt in der Stadt Barsinghausen bestimmt ist, wird hier auf die 26 Zustellbezirke verteilt“, erläuterte Ziegert.

Zum Personalstamm gehören 42 fest angestellte Mitarbeiter. Allerdings sucht die Deutsche Post ständig neue Kollegen, um das wachsende Arbeitspensum bewältigen zu können. „Wir stehen mitten im Konkurrenzkampf um neue Mitarbeiter und haben auch mit Fluktuation zu kämpfen“, sagte Post-Sprecher Stephan Siekmann als regionaler Bereichsleiter.

Sortieren ab 7.30 Uhr

Täglich bereiten die Zusteller ab 7.30 Uhr die Brief- und Paketsendungen für ihren Bezirk vor. Auch für Maik Steyer, der einen Bezirk in Egestorf betreut, beginnt der Arbeitstag mit einer rund zweieinhalbstündigen Vorbereitung in Bantorf: Briefe und Pakete sortieren, im Fahrzeug verstauen und dann die Empfänger ansteuern. Zwischen fünf und sechs Stunden benötigt Steyer für seine Tour.

„Tatsächlich werden es immer mehr Pakete, die wir zu den Leuten an die Haustür bringen. Das reicht dann von Fahrrädern bis zu Kaminholz. Und wenn die Empfänger nicht zu Hause sind, dann geht dabei viel Zeit verloren“, berichtete Steyer, der seit zehn Jahren bei der Deutschen Post arbeitet.

Doppelte und dreifache Menge

Für die kommenden Wochen sei mit Beginn des Vorweihnachtsgeschäftes ein weiterer Anstieg des Arbeitspensums zu erwarten. Laut Stephan Siekmann muss die Post in Spitzenzeiten zwischen Oktober und Februar zum Teil die doppelte oder sogar dreifache Menge zustellen. Auch dafür müsse sich das Unternehmen personell verstärken.

Mit dem Umzug in den rund 900 Quadratmeter Neubau in Bantorf habe die Post vor rund drei Jahren die räumlichen Voraussetzungen dafür geschaffen, den wachsenden Paketversand für den Internethandel zu bewältigen. Heiko Ziegert sprach von einem „großen Schritt in die richtige Richtung“.

24 Elektro-Fahrzeuge

Außerdem hat die Deutsche Post im Sommer damit begonnen, ihren Fuhrpark in Bantorf auf elektrische Streetscooter-Fahrzeuge umzustellen. Mittlerweile sind 24 solcher Post-Fahrzeuge in der Deisterstadt im Einsatz. Nachts werden die Akkus an den neu installierten Stromtankstellen des Verteilzentrums aufgeladen. Darüber hinaus stehen in Bantorf noch vier Transporter mit einem herkömmlichen Verbrennungsmotor zur Verfügung.

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Von Frank Hermann

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