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Nachrichten Amphibienwanderung: Egestorfer Kirchweg ist bei Dunkelheit gesperrt
Region Barsinghausen Nachrichten Amphibienwanderung: Egestorfer Kirchweg ist bei Dunkelheit gesperrt
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07:03 20.02.2020
Der Egestorfer Kirchweg wird auch in diesem Jahr wegen der Amphibienwanderung in den Abend- und Nachtstunden stellenweise gesperrt. Quelle: Andreas Kannegießer (Archiv)
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Barsinghausen

Wegen der kurz bevorstehenden Wanderung von Amphibien zu ihren Laichgewässern müssen sich Autofahrer in Barsinghausen in den nächsten Wochen auf Straßensperren, Umwege und Sicherheitsvorkehrungen einstellen. Das hat jetzt die Barsinghäuser Stadtverwaltung mitgeteilt. Eine ganz besondere Einschränkung: Weil am Egestorfer Kirchweg über die gesamte Strecke entlang des Zechenparks immer besonders viele wandernde Amphibien zu beobachten sind, wird ein Teil dieser Strecke in den nächsten Wochen in den Abend- und Nachtstunden für Autos und Lastwagen mit Schranken gesperrt – regelmäßig von 18 Uhr bis 9 Uhr.

Der Egestorfer Kirchweg wird entlang des wichtigsten Amphibien-Wandergebietes (rote Linie) in den Abend- und Nachtstunden von 18 bis 9 Uhr in beiden Fahrtrichtungen für Autofahrer gesperrt. Quelle: Screenshot (Google Maps)

Grund für den ungewöhnliche frühen Beginn dieser Sicherheitsvorkehrungen ist nach Angaben der Stadt der bislang milde Verlauf des Winters. Wegen der ungewöhnlich hohen Temperaturen sei am Deister bereits in den nächsten Tagen mit dem Beginn der Amphibienwanderung zu rechnen. Nach dem Ende des Winterschlafes werden die Tiere demnach wieder zu ihren angestammten Laichgewässern wandern. Wegen der verschiedenen Temperaturansprüche der unterschiedlichen Amphibienarten verteilt sich die Frühjahrswanderung der Erdkröten, Grasfrösche und verschiedenen Molcharten je nach Witterung über mehrere Wochen, teilt die Stadt mit.

Freiwillige Helfer sammeln Kröten an Schutzzäunen ein und bringen sie über die Straße

Vor allem die Bereiche entlang des Egestorfer Kirchweges und an der Max-Planck-Straße gelten als besonders bedeutende Amphibiengebiete in der Region Hannover. Die Barsinghäuser Beschäftigungsinitiative (BBI) wird deshalb dort sowie an weiteren Straßenabschnitten wieder Schutzzäune und Fangeimer aufstellen. Freiwillige Helfer sammeln die Tiere dann dort ein und bringen sie über die Straße.

Mitarbeiter der Barsinghäuser Beschäftigungsinitiative werden auch in diesem Jahr wieder an der Max-Planck-Straße Krötenschutzzäune aufbauen. Quelle: Andreas Kannegießer (Archiv)

Die Straßenmeisterei Ronnenberg und der städtische Baubetriebshof markieren aber auch noch weitere Wanderwege der Tiere mit entsprechenden Verkehrsschildern: Zu beobachten sind Amphibien laut Stadtverwaltung auch regelmäßig zwischen Hohenbostel und dem früheren Ausflugsziel „Walhalla“ sowie im Bereich „Wasserlöse“, an der Kreisstraße 239 nach Eckerde, am Regenrückhaltebecken Röntgenstraße und in Bantorf am Luttringhäuser Weg zwischen Bantorfer Höhe und Friedhof. Zum Schutz der Tiere sind Autofahrer aufgerufen, entlang der markierten Zonen vorsichtig zu fahren.

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Von Ingo Rodriguez

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