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Region Ein Zuhause für Pendler und Studenten
Region Ein Zuhause für Pendler und Studenten
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22:44 30.11.2014
Von Andreas Schinkel
Besonders Studenten und Pendler sind von der Wohnungsnot betroffen.
Besonders Studenten und Pendler sind von der Wohnungsnot betroffen. Quelle: dpa (Symbolbild)
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Groß-Buchholz

Im Stadtgebiet von Hannover entstehen derzeit an vielen Orten neue Wohnungen – ungewöhnlich ist dabei jedoch das Bauvorhaben an der Karl-Wiechert-Allee in Groß-Buchholz. Dort will der Konzern Hochtief 300 möblierte Apartments errichten, um Berufspendlern und möglicherweise auch Studenten ein Zuhause zu geben. Der Bebauungsplan wird kommende Woche dem Bezirksrat Groß Buchholz-Kleefeld vorgelegt.

Vier Gebäude mit drei bis sieben Geschossen sollen nördlich des S-Bahnhofs Karl-Wiechert-Allee entstehen. In der Nachbarschaft befinden sich mehrere Unternehmen mit etlichen Mitarbeitern, etwa die TUI, einige Versicherungen und die Medizinische Hochschule Hannover. Der Standort bietet „sehr gute Optionen“ für Menschen mit Zweitwohnsitz in Hannover, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Damit sind Berufspendler gemeint, die unter der Woche in Hannover arbeiten, am Wochenende aber zu ihren Familien außerhalb der Stadt reisen. Die Apartments verfügen über ein bis zwei Zimmer und sind um mehrere Innenhöfe gruppiert. Sie sind mit überdachten Loggien ausgestattet, die auch als Schallschutz dienen. Ein Kiosk in einem der Häuser bietet den Bewohnern Lebensmittel abseits der Ladenöffnungszeiten.

In der Kommunalpolitik kommt das Vorhaben bisher gut an. „Die Bauten werden das Gesicht der Straße an dieser Stelle verändern. Das Konzept klingt überzeugend“, sagt CDU-Ratsherr Maximilian Oppelt. Er kann sich aber nicht vorstellen, dass sich auch Studenten ein Apartment in dem Neubau leisten können. „Die Zimmer dürften im höheren Preissegment liegen“, sagt er.

Derzeit entstehen etliche neue Wohnungen in zentralen Stadtbereichen. Am Klagesmarkt baut die städtische Immobiliengesellschaft GBH 100 Wohnungen. Am Köbelinger Markt hinter der Markthalle sollen ebenfalls mehrere Häuser mit bis zu 100 Wohnungen gebaut werden. Selbst im Maritim Hotel am Friedrichswall, inzwischen verkauft an einen Investor, sollen dem Vernehmen nach zu einem großen Teil Wohnungen geschaffen werden. Der Rest des Hauses wird weiterhin als Hotel betrieben.

Das größte innerstädtische Neubaugebiet will die Stadt auf dem Gelände des Oststadtkrankenhauses erschließen. Vorübergehend werden aber im Bettenhaus des leer stehenden Klinikums Flüchtlinge untergebracht. „Mindestens das kommende Jahr bleibt das Gebäude belegt, möglicherweise darüber hinaus. Das hängt von der Entwicklung der Flüchtlingssituation ab“, sagt Stadtsprecher Andreas Möser. Langfristig aber sollen die Klinikbauten abgerissen werden. Bis zu 1200 Menschen könnten auf dem Grundstück ein Zuhause finden. Demnächst treten Stadt und Klinikum Region Hannover, Eigentümerin des Grundstücks, in Verhandlungen über die Konditionen, zu denen die Stadt die Immobilie übernimmt.

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