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13:44 22.02.2019
Gute und ehrliche Komplimente erfordern Mut, können aber das Arbeitsklima verbessern. Quelle: Robert Kneschke/stock.adobe.com
Hannover

Der Arbeitsalltag bereitet nicht immer Freude. Stress, Zeitdruck und dringende Termine lassen die Stimmung öfter mal kippen. Umso wichtiger ist es, jede Chance zu nutzen, um das Arbeitsklima zu verbessern. Der beste Weg: Lob für die Kollegen. „Schließlich freut sich jeder über ein ernst gemeintes Kompliment“, sagt Karriereexpertin Nadine Nentwig. Gleichzeitig warnt sie: Nicht jedes Kompliment kommt gut an.

Warum sind Komplimente gut für das Arbeitsklima?

„Komplimente fördern eine positive Arbeitsatmosphäre und können dazu beitragen, die Beziehung zu den Kollegen aktiv zu verbessern“, sagt Nentwig. Gleichzeitig dienen sie als eine Art Eisbrecher und können dabei helfen, neue Kontakte zu knüpfen. Zudem bringt Lob unheimlich viele Sympathiepunkte bei dem Gegenüber ein, so die Expertin. Ohne regelmäßige Wertschätzung, kann die Motivation und Laune bei der Arbeit hingegen schnell schwinden.

Warum traut man sich so selten, Arbeitskollegen zu loben?

Wohl jeder weiß aus eigener Erfahrung, dass nicht jedes Kompliment immer als solches verstanden wird. Manchmal wird das Lob als zu schleimig, unangebracht oder unehrlich empfunden. „Einigen fällt es auch einfach schwer, die richtigen Worte zu finden und sie sind sich unsicher, welches Kompliment wann angemessen ist“, sagt Nentwig. In manchen Unternehmen sei es aber auch einfach nicht üblich, sich gegenseitig Komplimente zu machen.

Was sollte bei Komplimenten im Büro beachtet werden?

Um Missverständnisse zu vermeiden, sollten Komplimente stets gut durchdacht sein. Sie sollten vor allem ehrlich gemeint, respektvoll und wohldosiert sein, rät Nentwig. Wenn man seine Kollegen rund um die Uhr mit Komplimenten überhäuft, verliert das Lob an Wert und wirkt unglaubwürdig.

Auch der richtige Zeitpunkt spielt eine entscheidende Rolle: Im Idealfall hat das Kompliment einen aktuellen Bezug und hat somit eine Relevanz für den Kollegen. „Wenn man mit seinem Kollegen beispielsweise gerade ein gemeinsames Projekt erfolgreich abgeschlossen hat, spricht nichts dagegen, ihm zu sagen, wie angenehm und bereichernd die Zusammenarbeit mit ihm war“, betont die Expertin. „Aber natürlich nur, wenn es auch tatsächlich so war.“

Welche Komplimente wollen Kollegen hören?

Komplimente zur Persönlichkeit oder zur Arbeitsweise kommen immer gut an und zeigen, dass man sich mit seinem Gegenüber wirklich auseinander gesetzt hat, so Nentwig. Zum Beispiel: „Ich bewundere Dich dafür, wie gut Du alle Aufgaben organisierst und strukturierst.“ Sehr wichtig ist dabei allerdings, dass das Kompliment von Herzen kommt. Es sollte leicht über die Lippen kommen, wahr und rundum authentisch sein. Sonst wirkt das Kompliment zu konstruiert. Nentwig betont: „Es bringt nichts jemanden für etwas zu loben, was er in Wirklichkeit gar nicht gut kann.“

Welche Komplimente sollten vermieden werden?

Wertschätzung ist zwar schön und gut, aber mit manchen Komplimenten tritt man nicht selten in Fettnäpfchen. Riskant sind beispielsweise Komplimente über das Aussehen einer Person. „Was unter gleichgeschlechtlichen Kollegen häufig kein Problem ist, kann zwischen Mann und Frau schnell einen anzüglichen Charakter bekommen“, so Expertin Nentwig. Sprüche wie „Du siehst heute aber besonders sexy aus“ sind absolut tabu. Auch bei sogenannten „vergifteten“ Komplimenten ist Vorsicht geraten. Beispiel: „Von Deiner Leistung bin ich positiv überrascht.“

Was können schlechte Komplimente zur Folge haben?

Komplimente unter Kollegen können schnell als abwertend empfunden werden. „Wenn man sein Gegenüber beispielsweise für etwas lobt, was ihm tagtäglich leicht von der Hand geht, könnte er sich unterschätzt fühlen“, betont Nentwig. Dann ist das Verhältnis getrübt, der Kollege geht Ihnen im schlimmsten Fall aus dem Weg oder sieht Sie plötzlich in einem ganz anderen Licht. Nentwigs Rat bei solchen Fällen: „Was dann hilft, ist die Flucht nach vorne: Das Missverständnis offen ansprechen und noch einmal darlegen, wie das Kompliment wirklich gemeint war.“

Von RND/bk

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