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Nachrichten Wissen Klöckner will Zuckerzusatz für Kindertees gesetzlich verbieten
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16:12 30.06.2019
Aktivisten der Verbraucherorganisation Foodwatch hatten bereits 2012 den Früchte-Tee von Hipp mit dem Negativpreis „Goldener Windbeutel“ ausgezeichnet. Quelle: Armin Weigel /dpa/lby
Berlin

Ernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) will den Zusatz von Zucker und Süßungsmitteln in Baby- und Kleinkindertees verbieten. Der Konsum gezuckerter Getränke erhöhe die Gefahr von Karies und späterem Übergewicht. „Es besteht ein eindeutiger Zusammenhang“, erklärte Klöckner am Sonntag in Berlin. Ihr Entwurf für eine Änderung der Fruchtsaft- und Erfrischungsgetränkeverordnung soll nach Informationen der „Bild am Sonntag“ am Montag in die Ressortabstimmung unter den Ministerien gehen.

Baby und Kinder brauchten keinen Zucker oder Süßstoffe, sagte Klöckner. „Und wer bereits als Baby an den Geschmack gewöhnt wird, der wird im weiteren Leben aus Gewohnheit wenig Freude an Ungesüßtem haben.“ Die ersten 1000 Tage im Leben seien dafür entscheidend. Angestammte Ernährungsgewohnheiten später noch zu ändern, sei schwierig. „Richtig und wichtig ist es deshalb, so früh wie möglich die richtigen Weichen für ein gutes Aufwachsen zu stellen.“

Vorgaben gelten auch für Pulver und Granulat

Auch Honig, Fruchtsaftkonzentrate und pflanzliche Sirupe sollen als Zusatz in den Tees verboten werden. Zudem sollen Altersempfehlungen auf die Packungen gedruckt werden – Kinder unter vier Monaten sollten die Tees demnach auch ohne Zuckerzusatz nicht trinken. Die Vorgaben sollen nicht nur für Fertigtees gelten, sondern auch für Teebeutel, Pulver und Granulat und Getränke, in denen Tees oder Fruchtsäfte Hauptzutat sind.

Mit Blick auf alle Lebensmittel, nicht nur die für Kleinkinder, arbeitet die große Koalition derzeit an einem Modell für eine klarere Nährwertkennzeichnung, das noch dieses Jahr vorgeschlagen werden soll. Klöckner will Zucker, Salz und Fett in Fertiggerichten reduzieren - viele Produkte sollen für den Kampf gegen Übergewicht bis 2025 neue Rezepturen bekommen.

Schon 2012 erhielt Hipp-Kindertee Negativpreis

Bereits im Jahr 2012 hatten Verbraucher den Kinder-Tee von Hipp bei einer Aktion der Foodwatch von Hipp zur „dreistesten Werbelüge des Jahres“ gewählt. Pro fertiger Tasse enthalte das Getränk zweieinhalb Stücke Würfelzucker, erklärte die Verbraucherorganisation. Nach heftiger Kritik von Foodwatch nahm Hipp seine zuckerhaltigen Instant-Tees für Kinder zwar vom Markt. Allerdings laufe die Vermarktung nun über die Tochterfirma Bebivita weiter, teilte Foodwatch mit.

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Von RND/dpa/so

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