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Wissen Gletscherschmelze könnte im Himalaya eine Katastrophe auslösen
Nachrichten Wissen Gletscherschmelze könnte im Himalaya eine Katastrophe auslösen
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14:45 05.02.2019
Blick auf den Mount Everest, aufgenommen vom Kala Patthar (Nepal) aus. Quelle: Tashi Sherpa/AP/dpa
Kathmandu/Berlin

Mindestens ein Drittel der Gletscher im Gebiet von Himalaya und Hindukusch wird einer Studie zufolge bis Ende dieses Jahrhunderts schmelzen – selbst wenn das ambitionierteste Ziel der Pariser Klimakonferenz erreicht wird. Sollten globale Bemühungen zum Klimaschutz scheitern, wären es sogar zwei Drittel, heißt es in dem Bericht des Internationalen Zentrums für Integrierte Gebirgsentwicklung (ICIMOD) in Nepal. Die Gletscher seien eine unverzichtbare Wasserquelle für rund 1,9 Milliarden Bewohner der Region – in den Bergen wie auch entlang der Flüsse.

Das Pariser Klimaabkommen sieht unter anderem vor, die Erderwärmung im Vergleich zur vorindustriellen Zeit auf „deutlich unter zwei Grad“, möglichst sogar auf 1,5 Grad, zu begrenzen. Sollte letzterer Wert im globalen Durchschnitt bis Ende des Jahrhunderts erreicht werden, würden die Temperaturen dem Bericht zufolge in der 3500 Kilometer langen Gebirgsregion um 2,1 Grad steigen. Das werde die Versorgung mit Wasser, Lebensmitteln und Energie aus dem Lot bringen. Zudem werde es zu schlimmerer Luftverschmutzung sowie einer Zunahme extremer Wetterereignisse führen.

350 Forscher aus 22 Ländern

„Die globale Erderwärmung ist dabei, die eisigen, mit Gletschern bedeckten Gipfel des HKH (Hindukusch-Himalaya), die sich über acht Länder erstrecken, innerhalb von etwas weniger als einem Jahrhundert in kahle Felsen zu verwandeln“, wird der leitende Herausgeber des Berichts, Philippus Wester, in einer Mitteilung zitiert.

An der Studie arbeiteten den Angaben zufolge fünf Jahre lang etwa 350 Forscher und Experten aus 22 Ländern und von 185 Organisationen. Dem ICIMOD gehören die Regierungen der acht Länder im Gebiet der Himalaya- und Hindukusch-Gebirge an: Afghanistan, Bangladesch, Bhutan, China, Indien, Myanmar, Nepal und Pakistan. Das Zentrum hat seinen Sitz in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu.

„Schweizer Gletscher nicht mehr zu retten“

Auch für Schweizer, österreichische und deutsche Gletscher sehen die Prognosen schlecht aus, sind sich die Experten einig: Ohne eine gravierende Klimaänderung werden sich die Gletscher in den nächsten Jahrzehnten immer weiter auf das Hochplateau zurückziehen, zerfallen und schließlich völlig verschwinden.

Seit den 80er-Jahren haben die Gletscher der Schweizer Alpen so mehr als ein Drittel ihrer Fläche verloren, hat Matthias Huss, Glaziologe von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, ausgerechnet. Bis 1973 zählte die Schweiz 2150 Gletscher, heute sind es noch rund 1400. „Die Schweizer Gletscher sind nicht mehr zu retten“, ist Huss sicher.

Bayern in 60 Jahren komplett eisfrei?

Das gilt auch für die fünf letzten deutschen Gletscher in den Bayerischen Alpen. Nach Berechnungen des Bayerischen Landesamts für Umwelt ist der größte deutsche Berg, die Zugspitze (2962 Meter), in spätestens 60 Jahren eisfrei. Die anderen sind dies dem Landesamt zufolge sogar schon in der Hälfte der Zeit.

Von so/RND/dpa

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