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Wissen Eier: Mehr als nur Cholesterin!
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14:22 18.04.2019
Das Ei gilt als Cholesterin-Bombe – doch das stimmt nur teilweise. Quelle: Pixabay (Symbolbild)
München

Gekocht, gebraten, gebacken: In allen Varianten werden Eier tagtäglich mit Genuss verspeist. Gerade zu Ostern erleben sie ein Verkaufshoch. Dabei eilt ihnen alles andere als ein guter Ruf voraus: Für viele gilt das Ei als gefährliche Cholesterinbombe – doch das stimmt nur teilweise.

Cholesterin durch Eier: Nicht alles bleibt im Körper

Ein Hühnerei enthält mit durchschnittlich 400 Milligramm tatsächlich viel Cholesterin – aber längst nicht alles davon bleibt im Körper, sagt Prof. Berthold Koletzko. Er ist Leiter der Abteilung Stoffwechsel- und Ernährungsmedizin im Kinderspital der Ludwig-Maximilians-Universität München. Zwei Drittel des Cholesterins in Blutgefäßen produziert der Körper selbst. „Klar ist, dass das Hühnerei für den Cholesterinstoffwechsel eine weitaus geringere Rolle spielt, als die meisten denken“, so der Experte.

Eierverzehr: Bewusst und geplant

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt dennoch, den Eierverzehr bewusst zu planen. „Der Orientierungswert liegt bei bis zu drei Eiern pro Woche“, sagt DGE-Sprecherin Antje Gahl. Dies umfasst auch verarbeitetes Ei in Lebensmitteln wie Brot, Kuchen, Nudeln, Soßen oder Mayonnaise. „Allerdings ist hier das Eierzählen extrem schwierig“, räumt Gahl ein. Der Orientierungswert lasse aber im Einzelfall Spielraum nach oben.

Hoher Cholesterin-Spiegel:Hier ist Vorsicht geboten

Wer einen zu hohen Cholesterin-Spiegel oder Herz-Kreislauf-Probleme hat, sollte sich daran halten, maximal drei Eier pro Woche zu essen. In einzelnen Fällen kann es auch sinnvoll sein, ganz auf Eier zu verzichten. Umgekehrt könnten laut Koletzko gesunde und fitte Menschen theoretisch jeden Tag ein bis zwei Eier essen. An Ostern wären auch mal drei in Ordnung: „Das setzt voraus, dass man sich viel bewegt und sich ausgewogen mit viel Obst und Gemüse ernährt.“

Eier enthalten wichtige Vitamine

Eier haben nicht nur gefährliches Cholesterin an Bord, sondern auch viele wichtige Vitamine. Vitamin A beispielsweise: Das ist gut für die Augen, aber auch fürs Immunsystem und für die Haut. Dazu kommt natürlich Eiweiß, hochwertiges Protein, von dem vor allem Sportler profitieren. Zudem punkten Eier mit Lecithin, das etwa für die Nerven gut ist. „Deshalb können Eier für Senioren sogar genau das Richtige sein“, erklärt Koletzko. Oft lassen sich weiche Eierspeisen auch besser kauen als zum Beispiel Fleisch.

Hoher Cholesterin-Spiegel: Es kommt auf die richtige Zubereitung an

Ob alt oder jung: Wie gut das Ei für den Körper ist, hängt auch von der Art der Zubereitung ab. Rühr- und Spiegelei etwa werden in Fett und oft mit Schinken oder Speck gebraten – das kann das Cholesterin im Blut weiter steigen lassen.

Ansonsten gilt: Eier gut durchkochen oder -braten. So tötet man möglicherweise vorhandene Salmonellen und andere Krankheitserreger ab. Werden Eier im rohen Zustand verarbeitet, sollten sie sehr frisch sein. Wie frisch ein Ei ist, lässt sich feststellen, indem man es in ein Glas mit Wasser legt. Sinkt es zu Boden, ist es frisch. Steigt es langsam nach oben, sollte es vor dem Essen gut erhitzt werden. Wenn es ganz oben schwimmt, landet das Ei besser gleich im Müll, denn dann ist es verdorben.

Von RND/dpa

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