Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Wissen Das Geschäft mit den Elefanten: Singapur verbietet Elfenbeinhandel
Nachrichten Wissen Das Geschäft mit den Elefanten: Singapur verbietet Elfenbeinhandel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:21 15.08.2019
Wertvolles Elfenbein: Immer noch blüht der Handel mit dem "Weißen Gold". Quelle: Then Chih Wey/XinHua/dpa
Berlin

Erst vor wenigen Wochen beschlagnahmten die Behörden in Singapur 8800 Kilogramm Elfenbein. Die illegale Ware wurde in einem Schiffscontainer aufgespürt, der eigentlich Holz transportieren sollte. Es handelte sich um die größte jemals gefundene Menge an Elfenbein in Singapur, das als Handelskreuz zwischen Afrika und Asien bekannt ist.

Elfenbeinhandel bedroht Elefanten

Seit Tausenden von Jahren werden Elefanten in Asien und Afrika wegen ihrer wertvollen Stoßzähne aus Elfenbein gejagt und getötet. Während zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch mehrere Millionen Elefanten in Afrika lebten, sind es heute nur noch 415.000 Tiere, berichtet der Verein Pro Wildlife. Seit 2017 sind in China Schnitzfabriken und Geschäfte, in denen Elfenbeinprodukte verkauft werden, offiziell geschlossen. Die Nachfrage und der Preis für Elfenbein habe sich dort bereits deutlich verringert, allerdings würden in Afrika noch immer über 20.000 Elefanten pro Jahr wegen ihrer Stoßzähne gewildert. Ein weiteres Problem sei, dass viele Regierungen den Handel mit Elfenbein immer noch erlauben.

Lesen Sie hier: „Altes“ Elfenbein ist oft nicht alt, sondern illegal

Singapur will Handel bis 2021 verbieten

Kurz vor der diesjährigen Artenschutzkonferenz in Genf hat Singapur angekündigt, seinen nationalen Handel mit Elfenbein zu verbieten. Jeglicher Handel mit Elefanten-Stoßzähnen und Produkten daraus solle nach einer zweijährigen Übergangsfrist gestoppt werden, teilte die singapurische Nationalparkbehörde mit. Die Umweltschutzorganisation WWF hatte sich zuvor für ein striktes Verbot des Elfenbeinhandels eingesetzt und begrüßt die Entscheidung als entscheidende Maßnahme im Kampf gegen den illegalen Artenhandel. „Singapur zählt zu den bedeutendsten Umschlagplätzen, wo Elfenbein noch legal gehandelt werden darf. Es ist deshalb ein wichtiger Schritt für den Schutz der Elefanten, die noch immer zu Tausenden der Wilderei zum Opfer fallen“, sagt Katharina Trump, Referentin für Wildartenkriminalität beim WWF Deutschland.

Auch interessant: 520 illegale Tötungen: Wilderer bedrohen das Überleben der Elefanten

Strengstes Handelsverbot weltweit

Illegal gewildertes Elfenbein kann durch legale Märkte gewaschen werden. In Singapur beschlagnahmten die Behörden allein in diesem Jahr knapp neun Tonnen des wertvollen Materials. Nach Angaben des WWF sieht die jetzt angekündigte Regelung keine Ausnahmen vor, was sie zum wohl strengsten Elfenbeinhandelsverbot weltweit machen würde. Der Stadtstaat Singapur kündigte sein Vorhaben nur wenige Tage vor Beginn der CITES-Artenschutzkonferenz an: Ab Samstag geht es in Genf um den internationalen Handel mit gefährdeten Tier- und Pflanzenarten, 183 Regierungen nehmen an der Konferenz teil. Neben Tiger, Giraffe und Nashorn wird es auch um den Handel mit Elefanten-Stoßzähnen gehen.

Laut WWF nehmen die internationalen Bemühungen gegen den illegalen Handel mit Wildtieren zu, besonders bei Elfenbein. In den letzten Jahren setzten neben Großbritannien und den USA auch die Regierungen Chinas, Taiwans und Hongkongs inländische Verbote von Elfenbeinhandel durch.

Lesen Sie hier: China erlaubt Handel mit Tiger- und Nashornprodukten

RND/mf

Für die einen ist der Betriebsausflug eine ungeliebte Pflichtveranstaltung, für die anderen eine willkommene Abwechslung zum Arbeitsalltag. Aber ist der Firmenausflug wirklich Pflicht?

14:48 Uhr

Hoffnung für Katzenliebhaber: Wer kein Haustier halten kann, weil er dagegen allergisch ist, könnte schon bald dank einer Impfung aufatmen. “HypoCat” heißt der Wirkstoff, an dem Schweizer Forscher arbeiten. Der soll aber nicht den Menschen gespritzt werden.

14:31 Uhr

Er sieht aus wie Bernstein, ist aber brandgefährlich. Immer wieder verwechseln Urlauber Überreste von weißem Phosphor mit dem Glücksbringer Bernstein. Welche Gefahr von der Chemikalie ausgeht und wie man sich schützen kann, verrät unser Artikel.

13:40 Uhr