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Wirtschaft Umbau bei VWN in der Weihnachtszeit
Nachrichten Wirtschaft Umbau bei VWN in der Weihnachtszeit
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16:18 27.12.2018
HILFREICHER NEUZUGANG: Anlagenmechaniker Christian Schwingel (von links) zeigt Werkleiter Thomas Hahlbohm, Ermin Jusufovic, dem Leiter der Serienplanung Montage, und Projektleiter Daniel Lüders die elektronische Einbauhilfe, mit der Cockpits in Fahrzeuge eingebaut werden.  Quelle: Foto: VWN/Scheffen
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HANNOVER

Ferienzeit ist Umbauzeit – jedenfalls bei VW Nutzfahrzeuge (VWN): Im Stöckener Werk der VW-Tochter wird zwischen den Jahren bis zum Wiederanlauf der Produktion Anfang 2019 ordentlich gewerkelt. 500 Beschäftigte von VWN und externen Dienstleistern sind damit beschäftigt, im Weihnachtsurlaub Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten durchzuführen. Die größten Veränderungen gibt es in der Halle 1: Dort werden Altanlagen abgerissen und die freigewordenen Flächen für den Bau künftiger Modelle vorbereitet.

Normalerweise sind am Standort mehr als 14 000 Mitarbeiter beschäftigt. Allerdings ruht zwischen den Jahren die Produktion, ein Großteil der Belegschaft ist im Weihnachtsurlaub. Diese Zeit wird traditionell für allerlei Reparaturen und Vorbereitungsarbeiten genutzt. „Pflege und Instandhaltung unserer Anlagen sind bei uns extrem wichtig“, sagte Werksleiter Thomas Hahlbohm dazu.

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Unter anderem wird bis zum 3. Januar eine Pressenstraße einer Generalüberholung unterzogen, in der Lackiererei erfolgen Wartungs- und Erneuerungsarbeiten. Eine der größten Baustelle ist die Halle 1: Im Karosseriebau werden nicht nur Roboter und Anlagen erneuert, sondern auch alte Anlagen abgerissen, um Platz für neue Fertigungsbereiche zu schaffen, in denen künftig neue Modelle wie etwa der voll-elektrische ID Buzz (soll ab 2022 in Hannover vom Band rollen) gebaut werden. Unter anderem sind dafür Deckendurchbrüche notwendig, damit die künftige Fördertechnik untergebracht werden kann.

In der Montage wird unterdessen im neuen Jahr eine neue Montagelinie in Betrieb genommen, die derzeit mit neuen Hubtischen (für die Karossen) und elektronischen Einbauhilfen ausgestattet wird. Diese unterstützen die Mitarbeiter beim Einbau der Cockpits. Mit der Fertigstellung des Bandabschnitts sei nun die gesamte Basislinie im Werk auf die „Neue Zukunftsfähige Montage“ (NZM) umgestellt, die die Beschäftigten durch ergonomischere Arbeitsabläufe und mit technischer Unterstützung entlasten soll. Insgesamt hat VWN im Lauf der Jahre rund 160 Millionen Euro in die Umstellung der Fabrik auf die NZM investiert. Jetzt verbleiben nur noch kleinere Arbeiten in Randbereichen.

Von Inken Hägermann