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Wirtschaft VHV-Versicherung: Mitarbeiter-Bonus von 2,5 Gehältern
Nachrichten Wirtschaft VHV-Versicherung: Mitarbeiter-Bonus von 2,5 Gehältern
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00:20 16.12.2018
Der Hauptsitz des Versicherungs- und Finanzkonzerns VHV Gruppe.
Hannover

Das Jahr ist wieder gut gelaufen für den hannoverschen Versicherungskonzern VHV. Vorstandschef Uwe Reuter zeigte sich sehr zufrieden – und hatte angesichts eines Jahresüberschusses, der noch etwas über den 156 Millionen Euro des Vorjahres liegen werde, am Donnerstag auch eine frohe Botschaft für die Belegschaft: Jeder der 3087 Mitarbeiter erhält eine Erfolgsbeteiligung in Höhe von voraussichtlich 2,5 Monatsgehältern. Fast schon Routine – immerhin gibt es diesen Maximalbonus dann zum vierten Mal in Folge.

Möglich macht das das erfolgreiche Geschäft, das in einem laut Reuter „instabilen Umfeld“ und „verunsichernden Rahmenbedingungen“ stattfinde – namentlich ausgelöst durch US Präsident Trump – und dennoch zu einem Wachstum über dem der gesamten Branche geführt habe. Der Erfolg sei letztlich dem seit zehn Jahren selbst verordneten Fitnessprogramm für die VHV zu verdanken, wo man laut Reuter „eine gewisse Sturheit“ entwickelt habe und „wir uns immer fragen: Wo können wir was verbessern?“ Darum und weil „Gewinne bei uns im Keller bleiben, da verlässt nichts das Haus“, sei die Versicherung „gut aufgestellt“ (keine Ausschüttungen, da keine Aktiengesellschaft, sondern Verein als Rechtsform der Obergesellschaft). Über fünf Jahre hinweg investiert die VHV gut 450 Millionen Euro in die Digitalisierung, vor allem der internen Abläufe. Anfang November seien zwei Bereiche (Schaden Kfz, Neugeschäft Risiko-Lebensversicherungen) „innerhalb des Budgets und im Zeitplan“ umgestellt worden. Weiterhin gelte: „Wir nehmen die Mitarbeiter mit, investieren viel in deren Qualifikation.“

Uwe Reuter, Vorstandsvorsitzender der VHV Versicherungen. Quelle: Foto: dpa

Auch deswegen zähle die VHV wieder mehr Beschäftigte als im Vorjahr (plus 85). Das sind zwar nicht mehr ganz so viele wie die jeweils 100 an Zuwachs in den beiden Vorjahren, doch tatsächlich sei es so, dass „wir 50 Arbeitsplätze sofort besetzen könnten – wir aber Schwierigkeiten haben, Personal zu finden. Von den 3087 Mitarbeitern sind etwa 2400 in Hannover beschäftigt.

Erfolgssteigernd war der Schadenverlauf bei den Kfz-Versicherungen: Da verzeichnet die VHV laut dem Spartenvorstand Thomas Voigt einen um 40 Prozent geringeren Aufwand als 2017 für Elementarschäden – damit sind hier in der Regel Hagelereignisse verbunden. Das letzte starke „Hageljahr“ sei 2013 gewesen. Und man habe hier auch über dem Branchenschnitt zugelegt (3,8 Prozent gegenüber 3,1), „bei stabilen Preisen“ – also ohne etwa Neukunden durch Tarifsenkungen zu locken oder von Bestandskunden mehr zu holen.

Über alle Bereiche und Beteiligungen und Tochterunternehmen ist 2018 für Reuter daher „ein sehr gelungenes Jahr“ (sollte nicht noch etwas sehr großes Unvorhergesehenes bis Silvester die Schadensbilanz trüben) – alle im Konzern hätten „sehr positiv zum Ergebnis beigetragen“, es gebe „nicht einen Fußlahmen“, alle hätten mindestens ihre Ziele erreicht. Wie 2019 werden könnt, wagt der Vorstandschef nicht vorauszusagen, da ist ihm „das ganze wirtschaftliche Umfeld einfach zu instabil geworden“ – USA, Handelskonflikte, Brexit, Haushaltslage einiger EU-Südländer ….

Von Ralph Hübner

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