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Wirtschaft Handwerk: Konjunktur läuft und läuft und läuft
Nachrichten Wirtschaft Handwerk: Konjunktur läuft und läuft und läuft
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00:24 16.04.2018
LÄUFT: Die Betriebe im Handwerkskammerbezirk Hannover haben gut zu tun – besonders am Bau. Das Handwerk erwartet, dass es so weiter geht. Quelle: Fotos: Wilde, dpa
HANNOVER

„Die Stimmung ist so gut wie selten“, sagt Peter Karst, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Hannover. Und er glaubt, dass „die positive Entwicklung der letzten Jahre“ andauern wird – das zumindest lege das am Freitag vorgestellte Ergebnis der aktuellen Konjunkturumfrage im Handwerksbezirk nahe, bei der erstmals auch Erwartungen an die Zukunft abgefragt worden sind. Unterm Strich heißt es: Die Stimmung sei mit 136 Punkten insgesamt so gut wie im Vorquartal – und die überwiegende Zahl der Konjunkturparameter zeige nach oben.

In der Region Hannover etwa verbuchten die 11 636 Betriebe fünf Prozent mehr Aufträge (alle genannten Werte saldiert, hier heißt das: 21 Prozent meldeten ein Plus, 16 Prozent ein Minus). Höhere Verkaufspreise konnten demnach 19 Prozent erzielen, allerdings mussten 43 Prozent Vorleistungen teurer einkaufen. Sieben Prozent der befragten Betriebe haben ihre Investitionen gesteigert, währen acht Prozent Beschäftigungsabbau meldeten (dessen Höhe nicht bekannt ist).

Die beste Stimmung herrscht im Zulieferhandwerk – dort stieg das „Stimmungsbarometer“ um 15 Punkte auf 148. Hier herrsche ein Auslastungsgrad von 86 Prozent, berichtet Matthias Lankau, Leiter der Abteilung Wirtschaftspolitik und Unternehmensberatung der Kammer. Im Bau- und Ausbauhandwerk sei die Stimmung mit einem Plus von elf auf 139 Punkte „hervorragend“ – der niedrigen Zinsen und boomenden Wohnungsbauwirtschaft sei Dank.

„Düster“ dagegen sei es im Kraftfahrzeughandwerk. Da herrscht trotz gestiegener Auslastung, mehr Aufträgen, mehr Umsatz, mehr Investitionen und mehr Jobs mit 115 Indexpunkten die zweitschlechteste Stimmung: Die Branche sorgt sich vor allem um die zunehmende Unverkäuflichkeit von Dieselfahrzeugen.

Überhaupt blickt das Handwerk gespannt auf die Debatte um Diesel, Stickoxide und Fahrverbote – während sich die Kammer sicher ist, dass da nicht wirklich etwas zu befürchten ist: „Wir sind da nicht pessimistisch. Sollte es zu Fahrverboten kommen, setzen wir sehr stark auf Ausnahmeregelungen und gehen wir von einer einvernehmlichen Lösung mit der Stadt Hannover aus“, erklärte Dietmar Rokahr, Geschäftsführer Wirtschaft der Kammer. Über 80 Prozent der Handwerker-Fahrzeuge seien dieselgetrieben – und die meisten davon würden die Abgasnormen Euro 5 oder Euro 6 nicht erfüllen.

Die schlechteste Stimmung herrscht im Dienstleister-Handwerk (etwa Frisöre, Fotografen, Schneider, Schuhmacher), wo es angesichts von 72 Prozent Auslastungsgrad nur für 106 Indexpunkte reicht – trotzdem wird erwartet, dass es bald besser laufen wird.

Von Ralph Hübner

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