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Wirtschaft Hannover: Tui macht die Kreuzfahrten sauberer
Nachrichten Wirtschaft Hannover: Tui macht die Kreuzfahrten sauberer
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16:16 17.04.2019
HEHRE Ziele: Tui Cruises will bei seiner Flotte weiterhin Energieverbrauch und Abfallmengen deutlich reduzieren. Quelle: Foto: Tui Cruises
HANNOVER

Kreuzfahrten boomen seit Jahren, zugleich nimmt die Kritik an dieser Form des Reisens zu. Denn wer eine einwöchige Kreuzfahrt unternimmt, belastet seinen ökologischen Fußabdruck mit 1500 Kilogramm Kohlendioxid, wie kürzlich die Stiftung Warentest und die Organisation Atmosfair berechnet haben. Tui Cruises, die Kreuzfahrttochter der Tui, verstärkt deswegen die Umweltschutzbemühungen auf den sieben Schiffen der hauseigenen Flotte. Laut dem am Mittwoch veröffentlichten Umweltbericht von Tui Cruises konnten 17 von 18 selbstgesteckten Zielen erreicht oder übertroffen werden.

So wurden im vergangenen Jahr die Schwefeloxid-Emissionen pro Person und Übernachtung um 36,7 Prozent gesenkt, der Treibstoffverbrauch pro Person und Übernachtung sank im Vergleich zu 2017 um 6,27 Prozent, der Co2-Ausstoß um rund fünf Prozent. Beim Stickoxid-Ausstoß verzeichnete Tui Cruises eine Reduzierung von knapp zwölf Prozent pro Person und Übernachtung.

„Wir haben aktuell die modernste und umweltfreundlichste Flotte weltweit und setzen damit Maßstäbe im Umweltbereich“, erläutert dazu Tui-Cruises-Chefin Wybcke Meier. Sechs der sieben Schiffe der Flotte seien jünger als sechs Jahre und „verfügen über modernste Umwelttechnologien zur Abrasreinigung“. Dabei gilt: Je neuer das Schiff, desto effizienter. Laut Umweltbericht (veröffentlicht Tui Cruises seit 2012) liegt der Energieverbrauch der jüngsten Neubauten Mein Schiff 1 und 2 rund 40 Prozent unter dem vergleichbarer Schiffe.

Auch bei der Reduktion von Lebensmittelabfällen und Plastikmüll macht Tui Cruises laut Umweltbericht Fortschritte: Flottenweit sind die Lebensmittelabfälle um 17 Prozent gesenkt worden, vor allem durch Maßnahmen an den Buffets. Dort wird weniger auf Halde vorbereitet und mehr frisch zubereitet – auf diese Weise müssen weniger Lebensmittel weggeschmissen werden. Zudem will Tui Cruises im Rahmen des 2018 gestarteten Programms „Wasteless“ (weniger Müll) wo immer möglich auf Einwegprodukte und Plastikverpackungen verzichten. So sollen künftig pro Jahr eine Million Coffee-to-go-Becher weniger anfallen, über 350 000 Plastiktuben bei Hygieneprodukten verschwinden (und durch wiederauffüllbare Spender ersetzt werden) sowie auf die Verwendung von fünf Millionen Cocktailspießen aus Plastik verzichtet werden.

Auch der Wasserverbrauch auf den Schiffen sank um 14,35 Prozent. Dieses Ergebnis konnte unter anderem durch ein neues Bettwäsche-Wechsel-Konzept erreicht werden, bei dem die Gäste selbst entscheiden, ob sie nach vier Tagen schon frische Bettwäsche brauchen.

Ob die „grünen“ Maßnahmen sich auch finanziell lohnen, wisse man bisher nicht, sagte eine Sprecherin. „Sparen war nicht unser Anreiz dabei“, hieß es. Es gehe vor allem darum zu zeigen, was man in Sachen Umweltschutz schon mache und wo man noch besser werden könne. So sollen die Werte für den Verbrauch von Wasser, Energie und Abfall 2019 weiter deutlich sinken.

Von INKEN HÄGERMANN

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