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Wirtschaft Sennheiser legt mit Drahtlos-Kopfhörern zu
Nachrichten Wirtschaft Sennheiser legt mit Drahtlos-Kopfhörern zu
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00:20 21.06.2019
DOPPELSPITZE: Die Brüder Daniel (links) und Andreas Sennheiser sind gleichberechtigte Chefs. Quelle: Foto: Dröese
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Nach einem schwierigen Geschäftsjahr 2017 mit Umstrukturierungen sieht sich der Audiospezialist Sennheiser „wieder auf Kurs“. „Wir blicken zurück auf ein erfolgreiches Jahr“, sagte Sennheiser-Co-Chef Daniel Sennheiser am Dienstag. Der Umsatz kletterte 2018 mit knapp 711 Millionen Euro (plus 6,4 Prozent) erstmals über die 700 Millionen-Euro-Grenze, teilte er mit. Das Vorsteuerergebnis betrug 21,2 Millionen Euro (Vorjahr: 4,5 Millionen).

„Wir sind zufrieden“, sagte Daniel Sennheiser, der zusammen mit seinem Bruder Andreas das Unternehmen führt. Mit der konsequenten Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Kunden habe man die Grundlage für das Wachstum gelegt.

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Drahtlose Kopfhörer im Aufwinde

2017 war für das Unternehmen, das unter anderem Mikrofone und Kopfhörer herstellt, nicht nur wegen der belastenden Restrukturierungskosten von 21,6 Millionen Euro schwierig, sondern auch, weil der Wedemärker Audiospezialist zunächst den Trend zu drahtlosen Kopfhörern verpasst hatte. Das habe sich deutlich geändert: Anfang 2017 machten die drahtlosen Varianten erst 30 Prozent des Kopfhörer-Umsatzes aus, Ende 2018 waren es bereits 66 Prozent – und im ersten Quartal 2019 lag der Wert bei 74 Prozent. Mehr als 100 000 Mal verkaufte sich bereits der Momentrum True Wireless (299 Euro), der erst seit einigen Monaten auf dem Markt ist. Ebenfalls für Endverbraucher taugt die neue Ambeo-Soundbar, die kabellos ein ganzes Soundsystem mit mehreren Lautssprechern ersetzt und 3-D-Klang ins Wohnzimmer bringt. Im Segment Professionals bietet Sennheiser neuerdings einen Mini-Bodypack-Sender, der kaum größer als eine Streichholzschachtel ist. Der Umsatzanteil der Consumer-Division liegt leicht über dem Professionals-Anteil. Wachstumsstärkster Markt war die Region Asien.

Um auch weiter modernste Technik entwickeln und anbieten zu können, wurde das Investitionsvolumen erneut um 4,5 Prozent auf 60,5 Millionen Euro gesteigert. Die Zahl der Mitarbeiter stieg bis Ende 2018 leicht auf 2885 (Vorjahr: 2833).

Von Inken Hägermann