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Wirtschaft DIHK-Hauptgeschäftsführer schlägt Alarm: Stromkosten bedrohen Wettbewerbsfähigkeit
Nachrichten Wirtschaft DIHK-Hauptgeschäftsführer schlägt Alarm: Stromkosten bedrohen Wettbewerbsfähigkeit
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13:25 08.02.2019
Hochspannungsmast und Windräder: Milliarden für den Leitungsausbau – und ohne wird es noch teurer. Quelle: imago/blickwinkel
Berlin

Angesichts immer stärker steigender Energiekosten schlägt die deutsche Wirtschaft Alarm. „Die Stromkosten für mittelständische Industriebtriebe die höchsten in der ganzen EU“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Martin Wansleben dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Die Unternehmen sehen in den Energiekosten ein wachsendes Risiko für ihre wirtschaftliche Entwicklung“, so Wansleben weiter.

DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben

Nicht nur der Ausstieg aus der Kohleverstromung wirke kostentreibend, auch der beschleunigte Ausbau der Erneuerbaren Energien lasse den Netzausbaubedarf in die Höhe schnellen. Rund 70 Milliarden Euro müssten bis 2030 allein in Ausbau und Verstärkung des Übertragungsnetzes investiert werden, um einen Anteil von 65 Prozent Erneuerbaren am Stromverbrauch ins Netz integrieren zu können, rechnet der Wirtschaftsvertreter vor. Und ohne einen zügigen Netzausbau würde alles noch teurer.

„All das zeigt, wie wichtig es ist, den schrittweisen Ausstieg aus der Kohleverstromung mit einer Kompensation bei den Übertragungsnetzentgelten zu begleiten“, sagte Wansleben. Er forderte: „Um die hiesige Industrieproduktion auf Dauer wettbewerbsfähig zu halten, ist schon heute eine deutliche Senkung der Umlagen und Abgaben auf den Strompreis erforderlich.

Wansleben äußerte sich anlässlich der „Netzausbaureise“ von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier nach Hessen an diesem Freitag.

Von Andreas Niesmann/RND

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