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Wirtschaft Germania in der Krise: Droht nun der Entzug der Betriebserlaubnis?
Nachrichten Wirtschaft Germania in der Krise: Droht nun der Entzug der Betriebserlaubnis?
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13:59 04.02.2019
Die deutsche Fluggesellschaft Germania steckt in Finanznot. Quelle: Christoph Schmidt/dpa
Berlin

Bei der Fluggesellschaft Germania spitzt sich die Finanzkrise weiter zu: Die kleine Airline sucht nach einem Investor und die Mitarbeiter hatten zuletzt vergeblich auf ihr Monatsgehalt gewartet. An diesem Montag könnte sich nun entscheiden, wie es mit der kleinen Airline weitergehen wird, wie das „Handelsblatt“ aus Luftfahrt-Kreisen berichtet.

Nachdem das Unternehmen Anfang des Jahres die prekäre finanzielle Lage offenlegte, fand sich recht schnell ein Investor, der einen Millionenbetrag zusagte. In trockenen Tüchern scheint der Deal allerdings noch nicht: Aktuell verweise das Unternehmen laut Medienbericht auf laufende Finanzierungsgespräche.

Mitarbeiter reagieren unterschiedlich auf Finanznot

In der Branche werde außerdem berichtet, dass sich etliche Crew-Mitglieder krank gemeldet hätten und wieder andere früher aus dem Urlaub zurückgekommen seien, um der Fluglinie ihre Solidarität zu zeigen. Der Flugbetrieb laufe aktuell wie gewohnt.

Wie lange Germania den Flugbetrieb noch aufrecht erhalten kann, sollte sich kein Investor finden, ist allerdings fraglich. Denn sobald eine Fluggesellschaft nicht nachweisen kann, dass ausreichend Mittel für Betrieb und Wartung zur Verfügung stehen, droht der Entzug der Betriebserlaubnis durch das Luftfahrt-Bundesamt.

Ende von Germania würde ganzer Branche schaden

Germania ist in der deutschen Luftfahrt-Branche fest verankert. Tuifly, Lufthansa und viele weitere Airlines arbeiten regelmäßig mit der kleinen Airline zusammen. Zudem bedient sie viele kleinere Flughäfen und fördert damit die Infrastruktur.

Germania ist im deutschen Markt ein wichtiger Nischen-Carrier. Ein Wegbrechen von Germania würde auch viele kleinere Flughäfen in ein wirtschaftlich schwieriges Fahrwasser bringen“, warnt Ralph Beisel, der Hauptgeschäftsführer des Flughafenverbandes ADV, im Gespräch mit dem „Handelsblatt“.

Das Unternehmen hatte eine umfassende Flottenerneuerung und Expansion gestartet. Offiziell machte die Airline aber die Rahmenbedingungen der Branche für ihre Finanznot verantwortlich.

Von RND/lf

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