Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Wirtschaft EU-Kommission verhängt Millionenstrafe gegen Mastercard
Nachrichten Wirtschaft EU-Kommission verhängt Millionenstrafe gegen Mastercard
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:43 22.01.2019
Die EU-Wettbewerbshüter verhängen gegen den Kreditkartenanbieter Mastercard eine Geldstrafe. Quelle: Richard Drew/dpa
Brüssel

Die EU-Wettbewerbshüter verhängen gegen den Kreditkartenanbieter Mastercard eine Geldstrafe in Höhe von 570 Millionen Euro. Das begründete die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel mit überhöhten Gebühren.

Dabei geht es um das sogenannten Interbankenentgelt. Wenn Verbraucher in einem Geschäft oder im Internet eine Kreditkarte verwenden, zahlt die Händlerbank der Bank des Karteninhabers dieses Entgelt. Die Händlerbank kann es auf den Einzelhändler übertragen, der es in den Endpreis einfließen lässt. Die Kosten können so letztlich auf alle Verbraucher abgewälzt werden, auch auf die, die nicht mit Kreditkarte einkaufen.

Kosten für Kartenzahlung künstlich erhöht

„Die europäischen Verbraucher benutzen Zahlungskarten jeden Tag, wenn sie Lebensmittel oder Kleidung kaufen oder etwas im Internet bestellen.

Die Regelungen von Mastercard haben Händler daran gehindert, bessere Konditionen von Banken in anderen Mitgliedstaaten in Anspruch zu nehmen“, sagte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. „So wurden die Kosten für Kartenzahlungen künstlich in die Höhe getrieben - zum Nachteil der Verbraucher und der Einzelhändler in der EU.“

Mastercard habe die Verstöße anerkannt

Der EU-Kommission zufolge verstieß Mastercard dabei bis 2015 gegen EU-Kartellrecht. Nach den Regelungen von Mastercard mussten die Händlerbanken bis dahin die Entgelte des Landes anwenden, in dem der Einzelhändler ansässig war.

Die Interbankenentgelte wurden Ende 2015 europaweit angeglichen. Bis dahin unterschieden sie sich von Land zu Land erheblich. Händler in EU-Staaten mit hohen Entgelten waren daher gezwungen, höhere Kosten zu berechnen.

Die Brüsseler Behörde folgerte nun, dass dies zu einer künstlichen Beschränkung des EU-Binnenmarkts und zu einer Einschränkung des grenzüberschreitenden Wettbewerbs führte. Mastercard habe die Verstöße anerkannt hieß es, daher sei die Strafe um 10 Prozent reduziert worden.

Von RND/lf/dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Immer mehr Deutsche im Rentenalter entdecken Smartphone und Tablet für sich. Das belegt eine neue Studie der Initiative „D21“. Das intelligente Zuhaus „Smart Home“ bleibt dagegen ein Nischenprodukt. Und die deutsche Wirtschaft verschläft den nächsten Megatrend.

22.01.2019

Das Brexit-Chaos stellt auch Wirtschaftsunternehmen vor neue Herausforderungen. Die Billig-Fluglinie Easyjet möchte nach dem EU-Austritt Großbritanniens weiterhin Teil der EU sein – und leitet deshalb entsprechende Maßnahmen ein.

22.01.2019

Der weltweit zweitgrößte Handyhersteller Huawei steht schwer unter Druck. Die USA und andere Länder fürchten Sicherheitsrisiken beim Einsatz seiner Produkte. Der neue Deutschland-Chef des Unternehmens weist dies zurück.

22.01.2019