Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Politik Rot-Grün führt in Niedersachsen
Nachrichten Politik Rot-Grün führt in Niedersachsen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:15 02.09.2011
Von Klaus Wallbaum
Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahlen wären, wäre Rot-Grün in Niedersachsen vorn, auch wenn die CDU nach der Umfrage den ersten Platz behaupten kann. Quelle: dpa
Anzeige
Hannover

Gleichzeitig wurde zehn Tage vor der Kommunalwahl eine hohe Zufriedenheit mit der Arbeit der Stadt- und Gemeinderäte festgestellt. 70 Prozent der Befragten gaben an, am 11. September an der Kommunalwahl teilnehmen zu wollen.

Im Auftrag des NDR-Fernsehmagazins „Hallo Niedersachsen“ wurden Ende August 1000 zufällig ausgewählte Niedersachsen telefonisch befragt, die sogenannte „Sonntagsfrage“ bezog sich auf mögliche Bundestagswahlen. Demnach käme die CDU auf 36 Prozent (plus 3 Prozent gegenüber der Wahl 2009), die SPD auf 34 (plus 5), die Grünen auf 17 (plus 6), die FDP auf 5 (minus 8) und die Linke auf 4 (minus 5). Das Resultat deutet eine stabile Mehrheit für Rot-Grün in Niedersachsen an, soweit es um die Stimmung zur Bundespolitik geht.

Anzeige

57 Prozent der Befragten sagten, Niedersachsen habe sich in den vergangenen fünf Jahren in eine richtige Richtung bewegt, 61 Prozent sind mit ihrem Stadt- oder Gemeinderat zufrieden. Mit dem Wohnumfeld der Gemeinde sind 86 Prozent zufrieden, 37 Prozent äußern Kritik an der Verkehrssituation vor Ort, in Großstädten ist die Unzufriedenheit mit den Kinderbetreuungsangeboten größer als auf dem Land. 60 Prozent der Befragten erklärten, ihre Wahlentscheidung für die Kommunalwahl auf kommunale Gründe zu stützen. Großes Vertrauen in die kommunale Kompetenz ihrer Partei haben vor allem die Anhänger der CDU, etwas weniger die der SPD. In allen anderen Parteien ist es wesentlich geringer. Ihr starkes oder sehr starkes Interesse an den Kommunalwahlen äußerten 56 Prozent der Befragten. 65 Prozent sprachen sich dafür aus, die Amtszeiten der Bürgermeister und Landräte, die gegenwärtig bei acht Jahren liegen, wieder zu verkürzen.

Für Wolfsburg und Wilhelmshaven hat Infratest dimap besonders nachgefragt. In Wolfsburg liegt bei der OB-Wahl in der Umfrage der SPD-Kandidat Klaus Mohrs vor seiner CDU-Kontrahentin, der früheren Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen ist in Wilhelmshaven zu erwarten – Thomas Städtler von der SPD und Andreas Wagner von der CDU liegen beide bei 26 Prozent.

Im bundesweiten ARD-Deutschlandtrend kommen CDU/CSU auf 35 Prozent (plus 3), die SPD erhält 28 Prozent, die Grünen 20, die Linke 7 und die FDP nur 4 Prozent. Die überzeugendsten Politiker sind demnach Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) und SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier.

Marina Kormbaki 26.08.2011
Klaus Wallbaum 19.08.2011