Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Politik Niedersachsens Politiker am aktivsten im Netz
Nachrichten Politik Niedersachsens Politiker am aktivsten im Netz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:00 17.04.2014

Hannover. Niedersachsens Parlamentarier sind unter den norddeutschen Landespolitikern die aktivsten Nutzer von sozialen Netzwerken wie Twitter und Facebook. Mehr als 86 Prozent der Abgeordneten haben nach einer Analyse des Hamburger Politikberaters und Social-Media-Experten Martin Fuchs inzwischen mindestens ein entsprechendes Profil. Schlusslicht ist Mecklenburg-Vorpommern - hier sind nur 52,1 Prozent in den Netzwerken aktiv. Die drei übrigen Länder sortieren sich dazwischen ein: Schleswig-Holstein (75,4 Prozent), Bremen (77,1 Prozent) und Hamburg (80,2 Prozent).

"Wie die Mehrheit der Abgeordneten in allen anderen Bundesländern sind auch die Norddeutschen in Social Media angekommen", sagt Fuchs. Bundesweit liege der Schnitt derzeit zwischen 75 und 86 Prozent. Damit liegen die Landespolitiker aber noch deutlich hinter ihren Kollegen in Berlin und Brüssel zurück: 95 Prozent der Abgeordneten im Bundestag und 94 Prozent derer im Europaparlament sind derzeit im Internet mit Kurzmitteilungen aktiv.

Dabei zeigt sich, dass Facebook für alle Parlamentarier das wichtigste soziale Netzwerk ist. In Niedersachsen haben 83,1 Prozent einen eigenen Account, in Hamburg 75,2 Prozent, in Bremen 73,5 Prozent, in Schleswig-Holstein 72,5 Prozent und in Mecklenburg-Vorpommern immerhin noch 50,7 Prozent. Fuchs erklärt sich die niedersächsische Führungsposition mit der erst etwas mehr als ein Jahr zurückliegenden Landtagswahl. "Rund um einen Wahltermin bauen Politiker ihre Aktivitäten im Netz gerne aus."

Neben Facebook nutzen Politiker auch Twitter. Hier sind die Abgeordneten aus Schleswig-Holstein zahlenmäßig an der Spitze im Ländervergleich (36,2 Prozent), gefolgt von Hamburg (35,5 Prozent), Niedersachsen (35,3 Prozent), Bremen (18 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (16,9 Prozent). Im Vergleich zur EU- und Bundesebene ist das wenig - in Brüssel zwitschern knapp 60 Prozent, in Berlin rund 51 Prozent der Politiker. "Für Landespolitiker ist Twitter weniger interessant, da dort die Wirkung für sie geringer ist", betont Fuchs.