Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland/Welt Zypries verteidigt Forderung nach Doppelpass
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Zypries verteidigt Forderung nach Doppelpass
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:33 14.08.2009
Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) hat ihre Forderung nach einer Reform des Staatsangehörigkeitsrechts verteidigt. Quelle: Michael Kappeler/ddp
Anzeige

"Interkulturelle Kompetenz ist eine Bereicherung und kein Makel", sagte Zypries der in Kassel erscheinenden "Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen" (HNA). "Das sollten endlich auch CDU und CSU anerkennen, statt Menschen in Loyalitätskonflikte zu treiben", sagte Zypries.

Die Ministerin bekräftigte ihre Kritik am sogenannten Optionsmodell, das in Deutschland geborene Kinder von Ausländern verpflichtet, sich im Alter von 18 bis 23 Jahren zwischen dem deutschen Pass und der Staatsangehörigkeit ihrer Eltern zu entscheiden. "Das Optionsmodell bringt junge Menschen in unnötige Entscheidungszwänge", sagte Zypries.

Anzeige

FDP-Fraktionsvize Rainer Brüderle warf Zypries in der "HNA" vor, in ihren sieben Jahren als Ministerin hätte sie "genügend Zeit gehabt, für eine bessere Integrationspolitik zu sorgen". Es sei richtig, "sich Gedanken zu machen, wie wir in Deutschland Integrationsprobleme bekämpfen", sagte Brüderle. "Wahlkampfschnellschüsse auf den letzten Metern" würden aber niemandem helfen.

afp