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Deutschland/Welt Zwei italienische Soldaten bei Anschlag getötet
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Zwei italienische Soldaten bei Anschlag getötet
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10:09 17.05.2010
Eine Gasse in Kabul. Quelle: ap
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Italienische Medien berichteten, zwei weitere Soldaten seien bei dem Anschlag auf einen Konvoi schwer verletzt worden, schwebten aber nicht in Lebensgefahr. Unter den Verletzten befinde sich eine Frau. Die NATO-geführte ISAF bestätigte, dass zwei ihrer Soldaten im Westen des Landes bei einem Anschlag starben, machte aber keine Angaben zur Nationalität.

Italien beteiligt sich gegenwärtig mit etwa 2800 Soldaten an der ISAF-Mission am Hindukusch. Ministerpräsident Silvio Berlusconi hatte im vergangenen Dezember angekündigt, im Laufe des Jahres weitere 1000 Mann mit einem begrenzten zeitlichen Mandat in das Krisengebiet entsenden zu wollen. Seit Beginn des Afghanistan-Einsatzes sind mit den Opfern von Montag 23 italienische Soldaten ums Leben gekommen.

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Die ISAF teilte am Montag mit, ein weiterer Soldat sei bereits am Sonntag in Südafghanistan an den Folgen eines Anschlags gestorben. Die Schutztruppe machte auch in diesem Fall keine Angaben zur Nationalität. Im südafghanischen Kandahar plant die ISAF in diesem Sommer eine Offensive gegen die Taliban.

Bei einem Angriff auf das Hauptquartier der Grenzpolizei in der Taliban-Hochburg Kandahar-Stadt wurden drei Selbstmordattentäter getötet. Der Sprecher der Provinz Kandahar, Salmai Ayoubi, sagte am Montag, einer der Angreifer habe sich in der Nacht zuvor auf einem Motorrad vor dem Tor des Hauptquartiers der Grenzpolizei in die Luft gesprengt. Vier Polizisten seien verletzt worden. Anschließend hätten zwei weitere Attentäter versucht, in das Hauptquartier einzudringen. Sie seien in einem Feuergefecht erschossen worden.

Unbekannte töteten unterdessen in der ostafghanischen Provinz Kunar einen einflussreichen islamischen Geistlichen. Der Sprecher der Provinzregierung, Edrees Gharwal, sagte am Montag, der Geistliche Rahman Gul und zwei seiner Verwandten seien am Vortag auf dem Nachhauseweg erschossen worden. Gul war an den Bemühungen zur Reintegration von Taliban-Kämpfern beteiligt. Die Taliban lehnen die entsprechenden Bemühungen der Regierung ab.

dpa