Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland/Welt Zwei Deutsche unter den Opfern in Äthiopien
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Zwei Deutsche unter den Opfern in Äthiopien
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:41 18.01.2012
Foto: Nach dem Überfall auf eine Touristengruppe in Äthiopien hat das Auswärtige Amt in Berlin einen Krisenstab eingerichtet.
Nach dem Überfall auf eine Touristengruppe in Äthiopien hat das Auswärtige Amt in Berlin einen Krisenstab eingerichtet. Quelle: dpa (Symbolfoto)
Anzeige
Berlin/Addis Abeba

Bei dem brutalen Überfall auf eine Reisegruppe in Äthiopien sind nach Angaben der Regierung in Addis Abeba zwei Deutsche und ein Österreicher getötet worden. Zwei weitere Opfer stammten aus Ungarn. Dies sagte Regierungssprecher Bereket Simon am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa. Vier Urlauber seien gekidnappt worden, darunter zwei Deutsche. Simon korrigierte damit seine ursprünglichen Angaben, wonach bei dem Überfall nur ein Deutscher umkam. Zudem hatte er gesagt, es sei ein Australier getötet worden.

Entführt worden seien neben zwei Deutschen ein äthiopischer Polizist, der die Gruppe beschützen sollte, und ein äthiopischer Fahrer. Zwei weitere Touristen aus Italien und Ungarn wurden verletzt.


Der Überfall hatte sich in der Nacht zum Dienstag in der Danakil-Senke unweit der eritreischen Grenze ereignet. Bei den Tätern habe es sich um von der eritreischen Regierung ausgebildete Banditen gehandelt, sagte der Sprecher weiter. Die Opfer seien erschossen worden. Simon bezog sich bei seinen Angaben auf äthiopische Sicherheitskräfte. In Berlin und Wien tagten Krisenstäbe.

Der Dresdner Reiseveranstalter Diamir hat nach dem Überfall alle Reisen in die betroffene Region abgesagt. Offenkundig hatten deutsche Teilnehmer der Gruppe bei Diamir gebucht. Eine Bestätigung dafür war am Mittwoch zunächst nicht zu erhalten. Das Unternehmen teilte auf seiner Internetseite mit, dass es den Zwischenfall außerordentlich bedauere und mit allen zuständigen Stellen fortwährend in engem Kontakt stehe. Betroffene und deren Angehörige würden betreut.

dpa/sag

Dieser Artikel wurde aktualisiert.