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Deutschland/Welt Zehntausende demonstrieren in europäischen Städten für Klimaschutz
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19:32 05.12.2009
Demonstranten haben eine schmelzende Eisbär-Skulptur in Kopenhagen aufgebaut. Quelle: afp

In Berlin machte die Klima-Allianz, ein Bündnis aus regierungsunabhängigen Organisationen, am Samstag mit einer spektakulären Aktion vor dem Brandenburger Tor auf die Folgen der Erderwärmung aufmerksam. In London protestierten laut Veranstaltern 40.000 Menschen.

In einem großen „Aquarium“ vor dem Brandenburger Tor stellte die Klima-Allianz eine Verhandlungsrunde nach. Die Darsteller von US-Präsident Barack Obama, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Chinas Präsident Hu Jintao und Senegals Staatschef Abdoyale Wade diskutierten bei steigendem Wasserspiegel, bis ihnen das Wasser bis zum Hals stand. „Act now - Klimaschutz jetzt!“ forderte die Allianz.

Es gebe „keine Alternative zu drastischen Emissionsminderungen“, wenn der Klimawandel gestoppt werden solle, sagte Tina Löffelsend, Klima-Expertin des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und Mitglied der Klima-Allianz. Die USA müssten in Kopenhagen mehr anbieten als nur drei bis vier Prozent weniger Emissionen bis 2020. Auch die EU müsse ihr Klimaziel deutlich erhöhen, notwendig seien mindestens 40 Prozent Reduktion.

In London hatte das Aktionsbündnis Stop Climate Chaos (SCC), dem unter anderem die Organisationen Greenpeace und Oxfam angehören, zum Protest aufgerufen. Laut Polizei folgten etwa 20.000 Menschen dem Appell. Sie forderten die Regierung zur Durchsetzung ehrgeizigerer Klimaziele auf. SCC-Direktor Ashok Sinha sagte, die Industrieländer müssten sich in Kopenhagen auf eine Verringerung der Emissionen um mindestens 40 Prozent verständigen. Auch im schottischen Glasgow demonstrierten rund 7000 Menschen für mehr Klimaschutz, eine weitere Demonstration fand in Belfast statt.

In Brüssel demonstrierten rund 15.000 Menschen. Zugleich machten sich in der belgischen Hauptstadt Regierungsdelegationen, Klima-Experten und Umweltschützer in einem „Klima-Express“ auf den Weg nach Kopenhagen, um auf möglichst umweltfreundliche Weise zum UN-Klimagipfel zu kommen. In dem Zug reisten nach Angaben der Organisatoren Delegationen aus Deutschland, Frankreich, Belgien und Luxemburg. Der Vize-Präsident des Weltklimarats (IPCC), der Belgier Jean-Pascal van Ypersele, äußerte sich „sehr optimistisch“, dass die Teilnehmer des am Montag beginnenden Gipfels sich auf ein Abkommen einigen. Der Internationale Eisenbahnverband (UIC) und die Umweltorganisation WWF hatten die Fahrt mit dem Klima-Express organisiert, um für „nachhaltiges“ Reisen zu werben.

afp

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