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Deutschland/Welt Wulff gegen Westerwelle: Eklat in Koalitionsrunde
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Wulff gegen Westerwelle: Eklat in Koalitionsrunde
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09:35 18.10.2009
Noch alles in Ordnung: Angela Merkel, Christian Wulff und Guido Westerwelle unterhalten sich vor den Koalitionsgesprächen am Sonnabend.
Noch alles in Ordnung: Angela Merkel, Christian Wulff und Guido Westerwelle unterhalten sich vor den Koalitionsgesprächen am Sonnabend. Quelle: ddp
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Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff habe bei den Verhandlungen am Sonnabend die FDP-Forderungen nach spürbaren Steuersenkungen und die Vorschläge zu deren Gegenfinanzierung als „in hohem Maß unseriös“, „realitätsfern“ und als finanzpolitischen „Blindflug“ bezeichnet, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Teilnehmer der Gespräche. Der stellvertretende CDU-Vorsitzende habe damit gedroht, er werde ein solches Programm „als Ministerpräsident Niedersachsens im Bundesrat nicht mittragen“.

FDP-Chef Guido Westerwelle habe daraufhin geantwortet, er hoffe, „dass das nicht die Haltung der CDU“ sei. „Wenn das so wäre, wären wir jetzt durch.“ Die Nachfrage von Unionsfraktionschef Volker Kauder „Was heißt ’durch’?“ habe Westerwelle so beantwortet: „Das wäre eine Klippe, über die zwei von drei Parteien hier nicht springen würden.“ CSU-Chef Horst Seehofer habe daraufhin demonstrativ genickt, zitierte die Zeitung die Verhandlungsteilnehmer.

afp

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