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Deutschland/Welt Westerwelle zu „Solidaritätsbesuch“ in Lateinamerika
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Westerwelle zu „Solidaritätsbesuch“ in Lateinamerika
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18:36 07.03.2010
Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP, l.) und sein Lebensgefährte Michael Mronz gehen über das Rollfeld des militärischen Teils des Flughafen Berlin-Tegel zu einem Regierungsflugzeug. Westerwelle begab sich in der Nacht zu Sonntag auf seine bislang längste Auslandsreise mit den Stationen Chile, Argentinien, Uruguay und Brasilien.
Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP, l.) und sein Lebensgefährte Michael Mronz gehen über das Rollfeld des militärischen Teils des Flughafen Berlin-Tegel zu einem Regierungsflugzeug. Westerwelle begab sich in der Nacht zu Sonntag auf seine bislang längste Auslandsreise mit den Stationen Chile, Argentinien, Uruguay und Brasilien. Quelle: dpa
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Bundesaußenminister Guido Westerwelle ist am Sonntag in Lateinamerika eingetroffen. Er legte am Nachmittag einen Zwischenstopp in Buenos Aires ein, bevor er nach Santiago weiterreiste. Gut eine Woche nach der Erdbebenkatastrophe wollte er am Abend als erster europäischer Spitzenpolitiker Chile besuchen. Im Gepäck hatte der FDP-Politiker eine Reihe von Hilfsgütern wie einen Stromgenerator, Zelte, Decken, Wasserbehälter und ein Dialysegerät.

An Bord der Regierungsmaschine war auch ein vierköpfiges Team des Technischen Hilfswerks, dass nach Concepción im Süden das Landes weiterfliegen und dort unter anderem die Statik von Gebäuden prüfen sollte. Nach dem verheerenden Erdbeben wollte Westerwelle mit dem chilenischen Außenminister Mariano Fernandez weitere Hilfen erörtern. Geplant war auch ein Treffen mit dem designierten Präsidenten Sebastián Piñera.

Das Auswärtige Amt sprach von einem „Solidaritätsbesuch“, der die deutsche Unterstützung für Chile zum Ausdruck bringen solle. Vor seiner Abreise telefonierte Westerwelle auch mit US-Außenministerin Hillary Clinton. Wie das Auswärtige Amt weiter mitteilte, verabredeten beide, nichtständige Sicherheitsratsmitglieder wie Brasilien in die laufenden Beratungen über das iranische Atomprogramm einzubinden.

Programmänderung wegen Erdbebens

Der dreistündige Besuch in Santiago wurde nach der Erdbebenkatastrophe mit mehr als 500 Toten kurzfristig in das Programm eingeschoben. Am (morgigen) Montag will Westerwelle in Buenos Aires die argentinische Präsidentin Christina Kirchner treffen. Am Dienstag besucht er Uruguay, wo ein Gespräch mit dem ehemaligen Guerillakämpfer José Mujica auf dem Programm steht, der gerade erst als neuer Präsident vereidigt wurde.

Danach fliegt Westerwelle weiter nach Brasilien, wo bis Freitag eine ganze Reihe von Veranstaltungen und Gesprächen geplant ist. Dabei will sich Westerwelle auch mit Vertretern der Organisationskomitees treffen, die die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 und die Olympischen Spiele 2016 in Brasilien vorbereiten. Die Südamerika-Tour ist mit sechs Tagen die bislang längste Auslandsreise des Außenministers.

ap