Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland/Welt Weiter Zitterpartie bei Schlecker
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Weiter Zitterpartie bei Schlecker
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:58 22.03.2012
Von Claudia Brebach
1023645-20120322210101.jpg
Der baden-württembergische Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid (SPD) begrüßt vor einer Verhandlung in der Landesvertretung von Baden-Württemberg in Berlin die rheinland-pfälzische Sozialministerin Malu Dreyer (SPD). Quelle: dpa
Anzeige
Hannover

Mehr noch: Hessens Wirtschaftsstaatssekretär Steffen Saebisch (FDP) rechnet nicht einmal vor Ende kommender Woche mit einer Entscheidung.

Um etwas Tempo zu machen, prüft Baden-Württemberg nun, mit einer Bürgschaft für die 71 Millionen Euro teure Transfergesellschaft in Vorleistung zu gehen. Das kündigte dessen Wirtschaftsminister Nils Schmidt (SPD) nach den Verhandlungen in seiner Berliner Landesvertretung an. Im Anschluss daran könne sich Stuttgart dann Rückbürgschaften von den anderen Bundesländern holen. Der Schlecker-Insolvenzverwalter brauche frühzeitig Sicherheit, damit die Transfergesellschaft stehen könne. In diesem Fall könne die erste Tranche nächste Woche fließen.

Neben Hessen steht auch Niedersachsen der Transfergesellschaft skeptisch gegenüber. "Wenn die Landesregierung das verweigert, kann es sich nur noch darum handeln, dass man teilzeitbeschäftigten Frauen nicht helfen will", reagierte der Gewerkschafter Heiner Schilling, Verdi-Chef Niedersachsen für den Fachbereich Einzelhandel, gestern Abend gegenüber der NP verärgert auf die Pläne.

"Das erneute Verschieben einer Entscheidung der Bundesländer ist für die Nerven der Schlecker-Frauen kaum noch zumutbar. Schließlich müssen sie wissen, wie es in der nächsten Woche für sie weitergeht und ob Tausende ohne Job auf der Straße stehen", so Verdi-Bundesvorstand Stefanie Nutzenberger. "Unerträglich und skandalös" nannte Niedersachsens Verdi-Chef Detlef Ahting Äußerungen des niedersächsischen CDU-Vize-Fraktionschefs Dirk Toepffer, der die Forderung nach einer Transfergesellschaft kritisiert hatte.

Bis Montag soll nun eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft per Gutachten Klarheit über die Liquidität der Gesellschaft und die Rückführbarkeit des Darlehens schaffen.

22.03.2012
22.03.2012
22.03.2012