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Deutschland/Welt Vertrag gegen Kinderpornos im Internet unterzeichnet
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Vertrag gegen Kinderpornos im Internet unterzeichnet
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11:30 17.04.2009
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Fünf große Internet-Provider unterzeichneten am Freitag in Berlin mit dem Bundeskriminalamt (BKA) einen Vertrag zur Sperrung kinderpornografischer Internetseiten. „Kinderpornografie im Internet ist die Vergewaltigung von Kindern vor laufender Kamera“, betonte Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) am Freitag in Berlin. Es könne nicht angehen, dass „dieser schwere Missbrauch von Kindern“ scheinbar selbstverständlich abrufbar sei.

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom, René Obermann, begrüßte das Vorhaben. „Darin sehen wir einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen dieses abscheuliche Verbrechen, nämlich Kindesmissbrauch und Kinderpornografie im Internet.“ Er wies darauf hin, dass Sperrungen bislang an der Gesetzgebung scheiterten. Er begrüßte, dass die Bundesregierung zusätzlich zu den vertraglichen Regelungen auch ein Gesetz auf den Weg bringen wolle. Kinderpornografie sei „eines der schlimmsten Verbrechen, das man Kindern antun kann.“

Mit dem Vertrag verpflichten sich die Anbieter, Seiten mit kinderpornografischen Inhalten zu sperren. Die Liste mit den zu sperrenden Adressen liefert das BKA. Die Provider sind nach Angaben des Familienministeriums ausschließlich für die technischen Sperrmaßnahmen zuständig. In spätestens sechs Monaten soll die Vereinbarung umgesetzt sein. Die Verträge gehen auf eine Vereinbarung vom 13. Januar 2009 zurück. Zu den beteiligten Internetanbietern gehören die Deutsche Telekom, Vodafone Deutschland und Arcor, Alice/Hansenet, Kabel Deutschland und Telefónica O2. Sie decken den Angaben zufolge 75 Prozent des Marktes ab.