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Deutschland/Welt Urteil gegen Birmas Oppositionsführerin Suu Kyi verschoben
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Urteil gegen Birmas Oppositionsführerin Suu Kyi verschoben
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07:44 31.07.2009
Proteste in Myanmar. Quelle: Leon Neal/AFP
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Das teilten der Anwalt der Friedensnobelpreisträgerin und ausländische Diplomaten am Freitag mit. Suu Kyi drohen bis zu fünf weitere Jahre Haft, weil sie gegen die Auflagen ihres Hausarrests verstoßen haben soll.

„Die Begründung, die die Richter angeführt haben, ist, dass sie den Fall nochmals überprüfen müssen“, sagte ein ausländischer Diplomat, der bei dem Prozess im berüchtigten Insein-Gefängnis dabei war. Ein Sprecher von Suu Kyis Partei Nationale Liga für Demokratie (NLD) sagte, die Richter wollten nach eigenen Angaben rechtliche Probleme überdenken. Deshalb hätten sie das Urteil auf den 11. August verschoben. Eigentlich sollte das Urteil am Freitag fallen. Bereits am Morgen waren vor dem Gefängnis die Sicherheitskräfte verstärkt worden.

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Beobachter gehen von einer Verurteilung der Friedensnobelpreisträgerin aus, die damit auch bei den für 2010 anstehenden Wahlen von der politischen Bühne ausgeschlossen bleiben würde. Das Verfahren war international als Schauprozess gebrandmarkt worden. Die Militärjunta in Birma wird kritisiert, Suu Kyi unter Vorwänden weiter unter Arrest und damit von den Wahlen fernhalten zu wollen. Erst am Donnerstag hatten die USA erneut die sofortige Freilassung der Oppositionsführerin gefordert.

Suu Kyi hat bereits mehr als 13 der vergangenen 19 Jahre unter Hausarrest oder im Gefängnis verbracht. Die Militärjunta wirft der 64-Jährigen nun vor, gegen die Auflagen ihres Hausarrests verstoßen zu haben. Sie soll im Mai, kurz vor Ende des Hausarrests, einen US-Bürger bei sich aufgenommen haben.

AFP