Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland/Welt Todesurteil gegen Deutschen im Irak – Außenministerium eingeschaltet
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Todesurteil gegen Deutschen im Irak – Außenministerium eingeschaltet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:00 11.12.2018
Laut irakischen Behörden soll der zum Tode verurteilte Deutsche offenbar in der früheren IS-Hochburg Rakka als Ausbilder der Terrormiliz eingesetzt gewesen sein. Quelle: Sebastian Backhaus
Berlin

Das Auswärtige Amt bemüht sich um den Fall eines im Irak wegen Mitgliedschaft in der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zum Tode verurteilten Deutschen. Die Bundesregierung stehe in engem Austausch mit den irakischen Behörden, erklärte das deutsche Außenministerium dazu. Der Fall sei bekannt. Der „Spiegel“ hatte am Wochenende berichtet, ein Strafgericht in Bagdad habe den 33-jährigen Levent Ö. in der vergangenen Woche wegen aktiver Teilnahme an Kampfhandlungen zum Tode verurteilt.

Die irakischen Behörden seien überzeugt davon, dass der Deutsche in der früheren IS-Hochburg Rakka als Ausbilder der Terrormiliz eingesetzt gewesen sei, berichtete das Nachrichtenmagazin. Kurdische Kämpfer hätten den aus Gladbeck stammenden Mann nach dem Fall des IS im November 2017 im irakisch-syrischen Grenzgebiet festgenommen. Danach sei er an die Amerikaner übergeben worden, die ihn im April 2018 an die irakische Justiz überstellt hätten.

Der Mann sei im Jahr 2013 mit seiner Ehefrau in das Bürgerkriegsgebiet ausgereist, wegen seiner Radikalität habe ihn die Polizei in Gelsenkirchen 2014 als islamistischen Gefährder eingestuft, hieß es in dem Bericht weiter.

Die Bundesregierung hat der irakischen Seite erklärt, dass sie immer gegen die Todesstrafe ist. Nach dpa-Informationen besteht die Möglichkeit einer gerichtlichen Überprüfung des Urteils. Die deutsche Botschaft in Bagdad beobachtet das Verfahren und betreut den Verurteilten konsularisch.

Von RND/dpa

Nachdem die Abstimmung zum Brexit-Deal verschoben wurde, macht sich die britische Premierministerin auf den Weg zu Bundeskanzlerin Merkel und zum niederländischen Regierungschef Rutte. May will das Brexit-Abkommen nachverhandeln und bittet vor dem anberaumten Brexit-Gipfel um Hilfe in Berlin und Amsterdam.

11.12.2018

Alle Vermittlungsversuche im Ukraine-Konflikt waren bisher ziemlich erfolglos. Auch vor einer neuen deutsch-französischen Initiative stehen die Chancen auf Deeskalation schlecht.

11.12.2018

Nach zweijährigen Verhandlungen haben die Vereinten Nationen den Migrationspakt angenommen. Einige westliche Staaten scherten aus und lassen sich daheim dafür feiern – ihre Kurzsichtigkeit wird sich womöglich schon bald rächen, kommentiert Marina Kormbaki.

29.10.2019