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Deutschland/Welt Tausende Pendler von Warnstreiks betroffen
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Tausende Pendler von Warnstreiks betroffen
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09:57 05.02.2010
Quelle: dpa
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Die Warnstreiks im öffentlichen Dienst gehen weiter. Am Tag drei der Aktionen gehörten Frankfurt und Saarbrücken zu den ersten Städten, die von den Aktionen betroffen waren. In Frankfurt fuhren am Freitag weder U- noch Straßenbahnen. In Saarbrücken traten die Mitarbeiter der Müllabfuhr und der Straßenreinigung in den Ausstand. „Unser Streikaufruf wurde zu 100 Prozent befolgt“, sagte ver.di-Sprecher Michael Blug am frühen Morgen in Saarbrücken. Mit dem Beginn der Frühschicht hätten die rund 500 Beschäftigten ihre Arbeit niedergelegt.

Von den Warnstreiks in Frankfurt seien Tausende Pendler betroffen, sagte der Sprecher der Frankfurter Nahverkehrsgesellschaft traffiq, Klaus Linek, am Morgen. „Die U-Bahn ist mit das Rückgrat des städtischen Nahverkehrs - das wird sich auswirken.“ Außerdem würden 16 von 49 Buslinien der Stadt nicht fahren. Die Warnstreiks sollten bis Mitternacht dauern.

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Auch in mehreren Städten Sachsen-Anhalts begannen am Freitagmorgen Warnstreiks. Aufgerufen sind die Beschäftigten von Stadtverwaltungen, Landratsämtern, städtischen Betrieben und Bundesbehörden, teilte die Gewerkschaft ver.di mit. Betroffen sind davon die Städte Halle, Wittenberg, Burg, Köthen und Bitterfeld-Wolfen.

In Halberstadt legten außerdem die Mitarbeiter des Winterdienstes die Arbeit nieder. Beschäftigte des Truppenübungsplatzes Altmark beteiligten sich ebenfalls zeitweise an den Warnstreiks. Verdi zufolge wird in den meisten Städten nur einige Stunden die Arbeit niedergelegt. In Halle und Halberstadt soll der Ausstand aber auf jeden Fall ganztägig dauern.

Am Donnerstag hatten sich nach Angaben von ver.di bereits etwa 52.000 Beschäftigte von Bund und Kommunen an den Warnstreiks beteiligt. Die Gewerkschaft fordert fünf Prozent mehr Geld und bessere Ausbildungsvergütungen. Die zweite Runde in den Tarifverhandlungen war am Montag in Potsdam ergebnislos vertagt worden. Die Kommunen weisen die Forderungen als zu hoch zurück.

dpa