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Deutschland/Welt Taliban leisten bei Offensive weiter Widerstand
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Taliban leisten bei Offensive weiter Widerstand
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10:20 17.02.2010
Quelle: afp
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Die Operation „Muschtarak“ („Gemeinsam“) bleibe „auf dem richtigen Wege“. Die ISAF meldete am Mittwoch, zwei weitere ihrer Soldaten seien am Vortag bei der Offensive getötet worden. Im Osten Afghanistans starben nach ISAF-Angaben „mehr als ein Dutzend Aufständische“ bei einem Luftschlag.

Seit Beginn der Offensive am vorigen Samstag wurden mindestens vier ISAF-Soldaten getötet, darunter ein Brite und ein Amerikaner. Zur Nationalität der jüngsten Opfer machte die Schutztruppe keine Angaben. Nach Berichten von Korrespondenten amerikanischer und britischer Medien, die die Soldaten begleiten, kamen zahlreiche Taliban bei der Operation „Muschtarak“ ums Leben. Eine Zahl nannten Behörden und Militärs nicht. ISAF-Soldaten töteten seit Beginn der Operation versehentlich mindestens 15 Zivilisten in Helmand. Fünf weitere Zivilisten starben bei einem Luftschlag in der an Helmand angrenzenden Provinz Kandahar.

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Der Chef des Stabes der ISAF, der deutsche General Bruno Kasdorf, nannte den Tod der Zivilisten bei der Offensive „einen herben Rückschlag für uns“. Kasdorf sagte dem Sender NDR Info: „Unser übergeordnetes Ziel ist der Schutz der Bevölkerung.“ Die Soldaten hätten entsprechende Anweisungen. Beim bislang schwersten Zwischenfall während der Offensive hatten zwei Raketen eine Taliban- Stellung verfehlt und zwölf Zivilisten getötet. Die ISAF teilte mit, das nach dem Vorfall zunächst nicht mehr verwendete Raketenwerfer- System werde nun wieder eingesetzt. Eine Prüfung habe ergeben, dass das HIMARS-System den Vorfall nicht verursacht habe.

Bei der bislang größten Offensive gegen die Taliban seit dem Sturz ihres Regimes Ende 2001 gehen 15 000 afghanische und ausländische Soldaten gegen die Aufständischen in Helmand vor. Die größten ausländischen Kontingente stellen Amerikaner und Briten. Das Kampfgebiet erstreckt sich auf die Distrikte Mardscha und Nad Ali.

dpa