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Deutschland/Welt Strengere Kontrollen in der Fischerei
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Strengere Kontrollen in der Fischerei
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17:13 14.08.2009
Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) besuchte das Fischereischutzboot „Meerkatze“. Quelle: Carmen Jaspersen dpa/lni
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Nach Ministeriumsangaben stammen etwa 30 bis 40 Prozent der Anlandungen aus illegalen Fängen. Es sei wichtig, dass eine europäische „Kontrollkultur“ entwickelt werde. Nur so könnten faire Wettbewerbsbedingungen gewährleistet werden und die Fischbestände wieder wachsen, erklärte die Ministerin.

Europaweit dürfe nur noch legal gefischte Ware zum Verkauf zugelassen werden. Auf Drängen von Deutschland habe die Europäische Union eine Verordnung zur Bekämpfung der illegalen Fischerei verabschiedet, die von 2010 an gilt. Aigner besuchte in Cuxhaven eins der drei Fischereischutzboote der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, die „Meerkatze“. Es überwacht gemeinsam mit den Booten „Seefalke“ und „Seeadler“ die Fischerei in Nord- und Ostsee sowie im Nordatlantik.

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Die Ministerin sprach zudem mit Fischern über ihre Arbeit. Die Verbraucher müssten mit einer bewussten Auswahl dazu beitragen, dass die Fischerei nachhaltig bleibe, betonte Aigner. Sie sprach sich für die Einführung von EU-weiten Mindeststandards zur Kennzeichnung von nachhaltiger Fischerei aus. Der Verbraucher brauche beim Kauf von Fisch leicht verständliche Entscheidungshilfen.

Aigner forderte in Cuxhaven zudem eine vernünftige Verwertung von Beifang. Dieser solle nicht zurück ins Meer geworfen werden, sondern müsse angelandet werden. Mittelfristig wird dies nach Ministeriumsangaben die Bestände und die Fangmöglichkeiten für die einzelnen Fischer vergrößern.

lni