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Deutschland/Welt Sohn greift deutsche Justiz an
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11:07 16.04.2009
Ein Berufungsgericht in den USA hatte die Auslieferung Demjanjuks in letzter Minute gestoppt. Quelle: CBS/afp

Deutschland betreibe die Abschiebung des 89-Jährigen aus den USA in voller Kenntnis der Möglichkeit, dass der Flug für seinen Vater tödlich enden könnte, sagte der 42-jährige John Demjanjuk jr. der „Süddeutschen Zeitung“ vom Donnerstag. Demjanjuk jr. führte demnach aus, sein Vater sei „nicht nur nicht fit“, er würde wahrscheinlich schon den Flug nach Deutschland nicht überleben.

„Wir haben Informationen, dass die Behörden längst wissen, dass mein Vater prozessunfähig ist“, sagte Demjanjuk jr. der „SZ“. „Wir haben alle Informationen rübergeschickt, Gutachten von vier Fachärzten, inklusive der Blutwerte.“

Ein US-Berufungsgericht hatte am Dienstag den einstweiligen Stopp des Auslieferungsverfahrens angeordnet, nachdem Demjanjuk bereits von Beamten der US-Einwanderungsbehörde in Gewahrsam genommen worden war. Die Überstellung des 89-Jährigen, dem in München der Prozess gemacht werden soll, stand unmittelbar bevor.

Demjanjuk wird Beihilfe zum Mord in 29.000 Fällen zur Last gelegt. Er soll 1943 für ein halbes Jahr zu den Wachmannschaften des NS-Vernichtungslagers Sobibor im damals von Deutschland besetzten Polen gehört haben. Demjanjuk muss sich in München vor Gericht verantworten, da er vor seiner Auswanderung in die USA in der Nähe der bayerischen Landeshauptstadt lebte.

afp

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