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Deutschland/Welt Schüler Union gegen Islam-Unterricht
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17:14 29.05.2010
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Ouaqasse ist erster muslimischer Vorsitzender der Organisation und steht seit zwei Jahren an der Spitze.

Ouaqasse widersprach damit CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe, der zum Auftakt der Konferenz die Einführung von islamischem Religionsunterrichts angeregt hatte. Er sei sich mit der evangelischen und der katholischen Kirche einig, dass über einen solchen Unterricht nachgedacht werden müsse. „Die Länder müssen diese Idee angehen“, sagte Gröhe den rund 150 Teilnehmern des zweitägigen Treffens der Schüler Union Deutschlands. Die Konferenz steht unter dem Motto „Starke Werte. Starke Wurzeln“. An diesem Sonntag wird einer neuer Bundesvorsitzender gewählt.

Gröhe betonte: „Eine Volkspartei wie die CDU braucht eine Politik mit Kompass, die sich an Werten orientiert.“ Den Rücktritt des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) bezeichnete Gröhe als Verlust. „Er reißt eine Lücke.“ Dennoch wandte er sich gegen Kochs Sparvorschläge im Bildungsbereich.

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), forderte dazu auf, mehr Geld in die Bildung zu stecken. Aus ihrer Sicht ist es „jeden Euro wert“, stärker in den deutschen Sprachunterricht zu investieren. „Jedes Kind, das eingeschult wird, muss deutsch sprechen können“, verlangte sie. „Für Integration ist Bildung ein Schlüsselthema.“

Die Schüler Union hat bundesweit mehr als 10.000 Mitglieder. Zu ihren zentralen Forderungen gehören neben kleineren Klassen und Kopfnoten ein modernisierter Lehrplan und die Beflaggung der Schulen mit deutscher und europäischer Fahne.

dpa