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Deutschland/Welt Sarkozy erleidet Schwächeanfall beim Joggen
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Sarkozy erleidet Schwächeanfall beim Joggen
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18:50 26.07.2009
Der 54-Jährige Sarkozy wird im weiträumig abgesperrten Militärkrankenhaus Val-de-Grâce in Paris behandelt. Quelle: Boris Horvat/afp
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Aus Regierungskreisen verlautet, der 54-Jährige habe beim Joggen einen Schwächeanfall erlitten. Nach dem Zwischenfall sei der Staatschef von einem Arzt behandelt worden, heißt es in einer kurzen Mitteilung des Elysée-Palasts.

Demnach wurde Sarkozy im Anschluss zu weiteren Untersuchungen in ein Krankenhaus gebracht. Aus dem Umfeld des Präsidenten hieß es, er befinde sich im Militärkrankenhaus Val-de-Grâce in Paris. Sarkozys Vorgänger Jacques Chirac war nach einer Hirnblutung im September 2005 ebenfalls in diesem Krankenhaus behandelt worden.

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Aus Sarkozys Umgebung verlautete jedoch, es handele sich um einen "kleineren" Zwischenfall. Seine Ehefrau Carla Bruni-Sarkozy befindet sich demnach an der Seite des Staatschefs. Aus Regierungskreisen hieß es, Sarkozy sei auf seinem Anwesen La Lanterne in Versailles gewesen, als er sich nicht wohl gefühlt habe. Der 54-Jährige gibt sich stets sportlich und joggt auch bei seinen Auslandsreisen regelmäßig.

In einer Mitteilung des Elysée-Palasts zum Gesundheitszustand des Präsidenten vom 3. Juli hatte es geheißen, Blut- und Herz-Kreislauf-Tests hätten normale Werte erbracht. Vor seiner Wahl hatte Sarkozy versprochen, als Präsident regelmäßig Berichte über seine Gesundheit zu veröffentlichen. Damit wollte er sich insbesondere von der Haltung des sozialistischen Präsidenten François Mitterrand absetzen, der den Franzosen jahrelang eine Krebserkrankung verschwiegen hatte.

Im Januar 2008 wurde jedoch bekannt, dass Sarkozy seinen Landsleuten einen kurzzeitigen Krankenhausaufenthalt im Herbst zuvor verheimlicht hatte. Der Staatschef hatte sich im Oktober 2007 einem kleinen Eingriff am Hals unterzogen. Danach kündigte das Präsidentenbüro an, fortan jährliche Berichte über die Gesundheit des Präsidenten zu veröffentlichen.

afp