Streik in Frankreich - Pariser Flughäfen bekommen wieder Sprit – NP - Neue Presse
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Deutschland/Welt Pariser Flughäfen bekommen wieder Sprit
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11:56 17.10.2010
Quelle: afp
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Das große Chaos auf den Pariser Flughäfen infolge der Rentenproteste scheint abgewendet: die Versorgung mit Treibstoff läuft wieder. „Es gibt überhaupt keine Probleme mehr“, sagte der französische Transport-Staatssekretär Dominique Bussereau dem Sender Europe 1 am Sonntag. Lediglich kleinere Flughäfen wie Nizza und Nantes bekämen wegen anhaltender Streiks nicht genügend Nachschub. Derzeit fielen aber keine Flüge aus. Die Fluggesellschaften seien gebeten, an ihren Zielorten oder Zwischenstopps vollzutanken. Auch beim Benzin habe sich die Lage entspannt. Bussereau appellierte erneut an die Autofahrer, keine Hamsterkäufe zu tätigen.

Im Schienenverkehr kam es am Sonntag allerdings am sechsten Tag in Folge zu Ausfällen und Verspätungen. Ein Drittel aller Hochgeschwindigkeitszüge und jeder zweite Regionalzug sollten ausfallen. Die internationalen Verbindungen mit dem Thalys nach Deutschland und dem Eurostar nach Köln sollten normal laufen. Auch Lastwagenfahrer beteiligen sich zunehmend an den Streiks und blockieren große Kreuzungen oder Benzindepots.

An diesem Dienstag soll es einen weiteren Aktionstag geben. Möglicherweise ist es der letzte, denn der Gesetzentwurf, der unter anderem das Mindestalter für die Rente von 60 auf 62 Jahre anhebt, soll bereits am Mittwoch durch den Senat gehen. Bis zur endgültigen Verabschiedung durch beide Parlamentskammern dürfte es dann nur einige Tage dauern. Die Regierung setzt darauf, dass die Protestbewegung, an der sich zunehmend auch Schüler und Studenten beteiligt haben, während der anstehenden Herbstferien ausläuft.

Am Samstag waren erneut Hunderttausende bei zahlreichen Demos im ganzen Land auf die Straße gegangen. Wie üblich klafften die Angaben über Teilnehmerzahlen weit auseinander. Die Polizei zählte etwa 800.000, die Gewerkschaften drei Millionen Teilnehmer. Die Proteste richteten sich nicht ausschließlich gegen die Rentenreform, sondern auch allgemein gegen die Regierung von Präsident Nicolas Sarkozy.

dpa