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Deutschland/Welt Obama will nach Irak-Einsatz die US-Wirtschaft stützen
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Obama will nach Irak-Einsatz die US-Wirtschaft stützen
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18:02 01.09.2010
„Wir haben über eine Billion Dollar im Krieg ausgegeben“: Barack Obama in seiner Ansprache an die Nation.
„Wir haben über eine Billion Dollar im Krieg ausgegeben“: Barack Obama in seiner Ansprache an die Nation. Quelle: dpa
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„Wir haben über eine Billion Dollar im Krieg ausgegeben, oft geliehen im Ausland“, sagte Barack Obama in seiner erst zweiten Ansprache an die Nation. „Das hat unser Volk um Investitionen in sich selbst betrogen und zu Rekorddefiziten geführt.“ Höchste Priorität habe nach dem Einsatz im Irak nun die Wiederherstellung der eigenen Wirtschaft, die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und die Stärkung der Mittelschicht.

Mit dem Kampfeinsatz sei aber nicht die Verpflichtung für die Zukunft des Iraks vorbei, versicherte Obama. Die USA würden dem Irak immer ein starker Partner sein.
Nach dem Abzug der letzten US-Kampftruppen bleiben noch knapp 50.000 amerikanische Soldaten im Irak stationiert. Sie sollen sich auf die Ausbildung der irakischen Streitkräfte konzentrieren. Bis Ende kommenden Jahres sollen alle US-Truppen das Land verlassen haben, wie Obama bekräftigte.

Obama hielt seine Rede im Oval Office - am selben Ort, an dem sein Vorgänger George W. Bush siebeneinhalb Jahre zuvor den Beginn der Irak-Offensive verkündet hatte. „Heute Nachmittag habe ich mit dem früheren Präsidenten Bush gesprochen“, sagte Obama. „Es ist bekannt, dass er und ich im Hinblick auf diesen Krieg von Anfang an unterschiedlicher Meinung waren.“ Allerdings könne niemand Bushs Unterstützung für die Truppen, seine Vaterlandsliebe oder seinen Einsatz für die Sicherheit der USA in Zweifel ziehen.

Auch Afghanistan-Einsatz nicht unbegrenzt

Als größte Herausforderung für die nationale Sicherheit bezeichnete Obama den Kampf gegen das Terrornetzwerk Al Kaida. „Wir werden Al Kaida zerstören, demontieren und besiegen und verhindern, dass Afghanistan wieder zu einem Stützpunkt für Terroristen werden kann“, sagte Obama. Der Abzug aus dem Irak schaffe Kapazitäten für den Einsatz in Afghanistan. Doch auch diese Mission sei nicht von unbegrenzter Dauer, versprach der US-Präsident: Ab August sollen kommenden Jahres solle die Verantwortung schrittweise an die Afghanen übergeben werden. Der Zeitplan für den Truppenabzug hänge von der Situation vor Ort ab.
Vor seiner Rede im Weißen Haus hatte Obama Fort Bliss, einem texanischen Militärstützpunkt, erklärt, dass die amerikanischen Verluste im Irak nicht vergebens gewesen seien. „Amerika ist sicherer“, erklärte er.

ap

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