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Deutschland/Welt Nur wenige Mallorca-Reisende wollen bislang stornieren oder umbuchen
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Nur wenige Mallorca-Reisende wollen bislang stornieren oder umbuchen
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14:06 10.08.2009
Trotz der Anschläge am Sonntag wollen nur wenige Mallorca-Reisende stornieren oder umbuchen. Ziel der Anschläge waren Bars und Restaurants. Quelle: Jaime Reina/afp
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Allerdings registrierten die Anbieter TUI, Thomas Cook, Alltours und DERTOUR sowie der Deutsche Reiseverband (DRV) einen erhöhten Informationsbedarf bei Mallorca-Reisenden.

„Viele Anrufer wollen wissen, wo die Anschläge genau stattgefunden haben und ob sie sich am Flughafen auf längere Wartezeiten einstellen müssen“, sagte DRV-Sprecherin Sibylle Zeuch in Berlin. Die Reiseveranstalter seien nun damit beschäftigt, ihre Kunden per Telefon oder Flugblatt über den nach den Anschlägen am Sonntag aktualisierten Sicherheitshinweis des Auswärtigen Amtes in Kenntnis zu setzen. Darin werden Reisende gebeten, den Anweisungen der örtlichen Sicherheitsbehörden Folge zu leisten, sich umsichtig zu verhalten und insbesondere Menschenansammlungen zu meiden.

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TUI-Sprecher Mario Körpers rechnete jedoch nicht mit großen Einbrüchen im Mallorca-Tourismus. „Die Urlauber haben gelernt, mit solchen Situationen umzugehen und reagieren dementsprechend gelassen“, sagte er. Mallorca bleibe eines der beliebtesten Reiseziele der Deutschen. Auch DERTOURS-Sprecherin Andrea Probst geht höchstens von einem kurzfristigen Buchungsrückgang aus.

Die rund 170.000 deutschen Touristen, die laut spanischem Fremdenverkehrsamt derzeit auf der Insel Urlaub machen, sind nach Beobachtung von Alltours-Pressereferentin Alexandra Hoffmann noch weniger verunsichert als diejenigen, die bald ihren Mallorca-Urlaub antreten. „Sie haben die Präsenz der spanischen Polizei vor Augen“, sagte sie.

Kostenlose Umbuchungen oder Stornierungen bieten die Reiseveranstalter trotz der erneuten Anschläge nicht an. Das Auswärtige Amt schätze die Sicherheitslage trotz des aktualisierten Sicherheitshinweises nicht anders ein, sagte DRV-Sprecherin Zeuch zur Begründung. Es sei keine ausdrückliche Reisewarnung ausgesprochen worden. Laut DRV gelten daher die allgemeinen Geschäftsbedingungen des abgeschlossenen Reisevertrages. Zeuch sagte weiter, ihr sei bislang nicht bekannt, dass Reiseveranstalter mit Menschenansammlungen verbundene Ausflüge oder Touren auf Mallorca absagen mussten.

afp