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Deutschland/Welt Nur noch 13 Prozent wollen zur Impfung
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Nur noch 13 Prozent wollen zur Impfung
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13:43 23.10.2009
Die Impfbereitschaft sinkt dramatisch in Deutschland
Die Impfbereitschaft sinkt dramatisch in Deutschland Quelle: ddp
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Laut einer am Freitag veröffentlichten Emnid-Umfrage für N24 wollen sich jetzt nur noch 13 Prozent sicher impfen lassen. Im Juli waren demnach noch 51 Prozent zur Impfung entschlossen. 66 Prozent der Bürger schließen derzeit eine Impfung kategorisch aus. Weitere 20 Prozent sind wenige Tage vor dem Start der bundesweiten Impfaktion noch unentschlossen.

Mehr als jeder zweite Bürger ist laut Umfrage durch die Diskussion über die unterschiedlichen Impfstoffe für die Bevölkerung sowie Regierungsmitglieder und Bundeswehrsoldaten verunsichert. 85 Prozent der Bundesbürger halten die Gefahr durch die Schweinegrippe mittlerweile sogar für übertrieben.

Das Bundesgesundheitsministerium hatte erst am Donnerstag eindringlich zur Beteiligung an der Schweinegrippe-Impfung aufgerufen. Nach dem bislang milden Verlauf rechnen die Experten im Herbst und Winter mit einer stärkeren Ausbreitung des Erregers und auch schwereren Krankheitsverläufen. Zugleich betonten die zuständigen Behörden, alle bislang zugelassenen Impfstoffe seien gleichermaßen sicher und wirksam.

Für Diskussion sorgten vor allem verstärkende Zusätze, die in dem von den Ländern georderten Impfstoff für die Allgemeinbevölkerung enthalten sind und bei manchen Menschen zu stärkeren lokalen Nebenwirkungen an der Einstichstelle führen können.

Zum Start der Impfungen sollen zunächst Beschäftigte im Gesundheitswesen, bei Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten sowie besonders gefährdete Menschen mit Grunderkrankungen geimpft werden. Ab Ende November kann sich dann jeder impfen lassen, der will. afp