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Deutschland/Welt Nummer 3 der Terrororganisation Al-Kaida getötet
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08:23 01.06.2010
Die US-Bundespolizei FBI geht davon aus, dass Jasid drei der Attentäter vom 11. September durch Geldtransfers über Dubai finanzierte.
Die US-Bundespolizei FBI geht davon aus, dass Jasid drei der Attentäter vom 11. September durch Geldtransfers über Dubai finanzierte. Quelle: dpa
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El Kaida hat den Tod ihres Afghanistan-Chefs Mustafa Abu el Jasid bekanntgegeben. Ein US-Vertreter bestätigte, der Tod des als Nummer drei von El Kaida eingestuften Mannes sei sehr wahrscheinlich. Der aus Ägypten stammende 54-Jährige war Experten zufolge der Schatzmeister der terroristischen Organisation und deren Verbindungsmann zu den Taliban in Afghanistan. Jasid war ein Gründungsmitglied von El Kaida und lange Zeit für die Finanzströme innerhalb der Organisation zuständig. Er stand auf der Liste der Personen und Organisationen, deren Guthaben nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in New York vom US-Finanzministerium eingefroren wurden. Die US-Bundespolizei FBI geht davon aus, dass Jasid drei der Attentäter vom 11. September durch Geldtransfers über Dubai finanzierte.

Jasid war in zahlreichen El-Kaida-Videos zu sehen, seine letzte öffentliche Stellungnahme stammt laut SITE vom 4. Mai. Der US-Regierungsvertreter sagte in Washington, Jasid sei wahrscheinlich in den pakistanischen Stammesregionen getötet worden. "Im Sinne der Terrorismusbekämpfung wäre das ein großer Sieg", fügte er hinzu. Jasid habe bei El Kaida "seine Hände überall dringehabt, von den Finanzen bis hin zur Einsatzplanung". Er habe auch eine direkte Verbindung zu den beiden Führungspersönlichkeiten der Untergrundorganisation, Osama bin Laden und Aiman el Sawahiri, gehabt. "Er war die Schlüsselfigur in El Kaidas Kommando und Kontrolle." Die Internetbotschaft von El Kaida wurde von dem auf islamistische Websites spezialisierten US-Unternehmen SITE weiterverbreitet. Einzelheiten über den Tod Jasids enthält sie nicht, im Text ist lediglich von seinem "Märtyrertum" die Rede. SITE berichtete zugleich von El-Kaida-Mitteilungen an islamistische Foren, in denen es hieß, Jasids Frau, drei seiner Töchter, eine Enkeltochter sowie andere Männer, Frauen und Kinder seien ebenfalls getötet worden. "Sein Tod wird auf den Ungläubigen wie ein Fluch lasten. Die Antwort naht", heiße es darin.

Der bärtige Mann war auf einer Reihe von Videos zu sehen, die El Kaida seit seiner Ankunft in Afghanistan im Mai 2007 veröffentlichte. Er gehörte einst dem islamischen Dschihad in Ägypten an und hat im Zusammenhang mit der Ermordung von Präsident Anwar el Sadat 1981 eine Weile im Gefängnis gesessen. "Dies ist einer der schwersten Schläge gegen El Kaida in den vergangenen Jahren", sagt Ben Venzke von dem auf Cyber-Islamismus spezialisierten US-Unternehmen IntelCenter. Dagegen geht Jasser el Sirri, Direktor der in London ansässigen Forschungseinrichtung Islamic Observatory, davon aus, dass die Einsatzmodalitäten von El Kaida sich nicht ändern. "Jasid war bekannt für seine Integrität und seine Fähigkeiten im Management, aber er hat nie militärische Verantwortung im harten Kern von El Kaida übernommen", an deren Gründung 1989 er beteiligt war.

afp

Matthias Koch 31.05.2010
Gabi Stief 31.05.2010