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Deutschland/Welt Nordkorea will direkte Verhandlungen mit USA
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Nordkorea will direkte Verhandlungen mit USA
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07:14 20.08.2009
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Die Führung in Pjöngjang wolle ganz klar bilaterale Gespräche mit den USA und nicht den bisherigen Rahmen der Sechser-Gespräche, erklärte der demokratische Gouverneur des US-Bundesstaates New Mexico, Bill Richardson, nach einem Treffen mit nordkoreanischen Diplomaten am Mittwoch (Ortszeit) in Santa Fe. Bedingungen für die Gespräche stellten die Vertreter aus Nordkorea, Kim Myong Gil und Paek Jong Ho, in den informellen Gesprächen nicht, wie Richardson dem US-Fernsehsender CNN am Rande des für zwei Tage anberaumten Treffens sagte.

Nach dem Besuch von Ex-Präsident Bill Clinton in Pjöngjang ist die Begegnung in New Mexico das zweite Treffen zwischen einem hochrangigen US-Politiker und Vertretern Nordkoreas. Bill Clinton war Anfang August nach Nordkorea gereist, um die Freilassung der inhaftierten US-Journalistinnen Laura Ling und Euna Lee zu erreichen. Nach einem Treffen mit Staatschef Kim Jong Il durften die beiden Frauen in die USA ausreisen. Das Weiße Haus hatte anschließend betont, Clintons Besuch sei eine Privatangelegenheit gewesen. Auch das Treffen mit Richardson geht nach Angaben aus Washington nicht auf eine Regierungsinitiative zurück.

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Die Beziehungen zwischen den USA und Nordkorea sind derzeit sehr angespannt. Pjöngjang hatte Anfang April verkündet, an den Sechs-Nationen-Gesprächen über sein Atomprogramm nicht mehr teilzunehmen. Ende Mai nahm das Land einen zweiten Atombombentest vor und regte anschließend direkte Gesprächen mit den USA an. Washington verwies auf die Sechser-Gespräche unter Einbeziehung Südkoreas, Russlands, Chinas und Japans als geeignetes Forum.

afp

Julia Beatrice Fruhner 19.08.2009
Bernd Knebel 19.08.2009
Stefan Koch 19.08.2009