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Deutschland/Welt Nord- und Südkorea beschließen Familienzusammenführungen
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Nord- und Südkorea beschließen Familienzusammenführungen
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17:17 28.08.2009
Die Unterhändler des Roten Kreuzes aus Nord- und Südkorea nach den Verhandlungen über die Familienzusammenfühung. Quelle: afp
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Das teilten die Unterhändler nach dreitägigen Gesprächen am nordkoreanischen Urlaubsort Berg Kumgang mit. Beide Seiten wollen demnach nun jeweils 100 Menschen auswählen, nach deren Angehörigen im anderen Teil der koreanischen Halbinsel gesucht werden soll.

Seit dem Ende des Korea-Kriegs 1953 und der anschließenden Teilung der koreanischen Halbinsel leben hunderttausende Familien getrennt. Nach einem Gipfeltreffen im Jahr 2000 konnten mehr als 16.000 Koreaner ihre Angehörigen auf der anderen Seite treffen, tausende weitere durften Videos mit ihren Verwandten austauschen. Die letzten direkten Kontakte gab es im Oktober 2007. Nach dem Amtsantritt des südkoreanischen Präsidenten Lee Myung Bak im Februar 2008 verschlechterten sich die Beziehungen zwischen Seoul und Pjöngjang deutlich, die Familientreffen wurden ausgesetzt.

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In der vergangenen Woche hatte der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Il bei einem Treffen mit einer südkoreanischen Konzern-Chefin zugesagt, dass die Familienzusammenführungen rund um das koreanische Erntedankfest Anfang Oktober wieder aufgenommen werden. Er kündigte zudem Erleichterungen für Touristen aus dem Süden an. In den vergangenen Wochen sandte Pjöngjang vermehrt Annäherungszeichen; Südkoreas Präsident Lee empfing am Sonntag zum ersten Mal in seiner Amtszeit Gesandte aus Nordkorea.

afp